Ab 2023: 2.800 neue öffentliche E-Ladepunkte in München

Die Stadt plant für 2023 einen massiven Ausbau der Ladeinfrastruktur für E-Autos und sucht aktuell noch eine Firma, die sie exklusiv aufbauen und betreiben wird.
Jan Krattiger
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Strom tanken an einer Ladesäule soll ab 2023 an noch viel mehr Standorten möglich sein. (Archiv)
Strom tanken an einer Ladesäule soll ab 2023 an noch viel mehr Standorten möglich sein. (Archiv) © picture alliance/dpa

München - Der Ausbau hat’s in sich: Bis zu 2.800 neue Ladepunkte sollen in München im öffentlichen Raum ab 2023 gebaut werden. Zusätzlich zu jenen, die auf privatem Grund entstehen, wie zum Beispiel auf Parkplätzen von Einkaufszentren.

Die privaten Ladesäulen sind dann auch ausschlaggebend dafür, wo die Stadt ihre Ladepunkte plant: "Da im öffentlichen Raum erhebliche Nutzungskonkurrenzen bestehen, ist die Errichtung von Ladepunkten auf Privatgrund umso wichtiger", schreibt das Mobilitätsreferat auf AZ-Anfrage.

München: Aktuell 1.203 öffentliche E-Ladesäulen

Aktuell gibt es im Stadtgebiet insgesamt 1.203 öffentliche Möglichkeiten, sein E-Auto zu laden. Das sind 576 AC-Ladesäulen mit je zwei Ladepunkten und 17 DC-Ladesäulen mit je drei Ladepunkten. Die werden von den Stadtwerken München betrieben und stehen zumeist auf umgewidmeten Parkplätzen, auf denen Verbrenner nicht mehr parken dürfen.

Das Mobilitätsreferat geht zwar auf Nachfrage nicht auf die Parkplatz-Problematik ein, die sich mit 2.800 neuen Ladepunkten zweifelsohne ergeben wird. Eine Sprecherin weist aber darauf hin, dass bei den neuen Standorten reine Wohn- und Gewerbegebiete weniger geeignet seien, weil da eine "ausreichende Wirtschaftlichkeit" fraglich sei. Und: Werden neue Standorte ins Auge gefasst, muss der Bezirksausschuss eingebunden werden.

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Ausbau: Stadtwerke München signalisieren Interesse

Noch in diesem Jahr will die Stadt einem Unternehmen das exklusive Recht geben, diese Ladesäulen zu bauen und zu betreiben. Die Betreiber der bisherigen, die Münchner Stadtwerke, sagen auf Anfrage der AZ, sie seien "auch hier gerne wieder Partner der Stadt". Die SWM sorgten zuletzt allerdings für Ärger bei E-Auto-Fahrern: Seit April ist das Laden an den E-Zapfsäulen der SWM nämlich um bis zu 80 Prozent teurer geworden. Energiepreise und der "allgemeine Kostenanstieg" hätten das nötig gemacht.

Bedarf an mehr E-Säulen ist jedenfalls da: Gemäß einer Statistik des Kraftfahrtbundesamtes vom 1. Januar 2022 ist München bundesweit die Stadt mit den meisten E-Autos. 35.127 Stromer und Plug-in-Hybride waren auf den Straßen unterwegs. Das sind allerdings lediglich 4,7 Prozent aller Autos, die in München zugelassen sind. Dass die E-Autos künftig genug Möglichkeiten zum Laden haben, will die Stadt nun anpacken.

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5 Kommentare
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  • tutnixzursache am 02.06.2022 07:05 Uhr / Bewertung:

    wann werden auch Zapfsäulen für Gas, Benzin etc auf öffentlichen Plätzen errichtet?

  • doket am 02.06.2022 08:21 Uhr / Bewertung:
    Antwort auf Kommentar von tutnixzursache

    Wenn es der Gesellschaft irgendeinen Nutzen bringt, also ziemlich sicher: nie!

  • jungunddumm am 02.06.2022 09:20 Uhr / Bewertung:
    Antwort auf Kommentar von tutnixzursache

    Schon mal was von Tankstellen gehört? die gibts in gelb, blau, grün und rot und stehen vornehmlich an großen Einfallstrassen, am mittleren Ring und vereinzelt sogar in der Innenstadt, in Gewerbe- und sogar Wohngebieten. Manche tarnen sich sogar als Bäckereifachshop, Packetlager, Lottostation. Zigarettenautomat oder sogar als Getränkedealer.

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