EM 2024: Initiative "Freunde des Sechz'ger Stadions" schimpft über Stadt München

Weil sich die Stadt München für die Austragung von sechs möglichen Spielen der Europameisterschaft 2024 beworben hat, erhält sie nun vor allem aus dem blauen Lager viel Gegenwind.
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Das Grünwalder Stadion wartet weiterhin auf eine Sanierung.
Das Grünwalder Stadion wartet weiterhin auf eine Sanierung. © IMAGO / Ulrich Wagner

München - Wie am Donnerstag bekannt wurde, wünscht sich die Stadt München im Rahmen der Fußball-Europameisterschaft der Männer 2024 gleich sechs Spiele in der Allianz Arena. 

Für die entstehenden Kosten hat die Vollversammlung des Münchner Stadtrats dabei ein Budget von 27,8 Millionen Euro durchgewunken. Demnach würde für ein Spiel ein Kostenpaket von fast fünf Millionen Euro anfallen. Angesichts der Sparmaßnahmen während der Corona-Krise und der Endlos-Diskussion um die Modernisierung des Grünwalder Stadions sieht sich die Stadt nach ihren EM-Plänen mit deutlicher Kritik konfrontiert.

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Initiative "Freunde des Sechz'ger Stadions" mit harter Kritik 

Dass die Stadt für ein Turnier der UEFA so viel Geld in die Hand nehmen will, ist für die "Freunde des Sechz'ger Stadions" nicht nachzuvollziehen.

"Die Stadt übernimmt während der EM die Kosten für die Nutzung des ÖPNV durch Besucher und Volunteers in Höhe von 2,6 Mio. Euro komplett, während der TSV 1860 München pro verkauftem Ticket 2 Euro an die MVG abdrücken muss (bis zu 570.000 Euro pro Saison)", heißt es in einem Facebook-Beitrag der Initiative.

Der eingetragene Verein setzt sich seit jeher nach eigenen Angaben für "den dauerhaften Erhalt und eine vielfätige Nutzung des Stadions an der Grünwalder Straße" ein.

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Die Sitzungsvorlage des Referats für Bildung und Sport sieht derweil vor, "dass die Landeshauptstadt München nicht die Kosten des Kombi-Tickets übernimmt". Für die Initiative offenbar nur ein Vorwand: "Über den Plan der Stadt, diese Forderung nicht zu akzeptieren, wird man sich in Nyon sicher köstlich amüsieren", hieß es weiter. 

Hoffnung für das Grünwalder Stadion?

Als Hauptkritikpunkt wird dabei angebracht, dass es im Gegenzug bei der Renovierungsfrage beim Grünwalder Stadion nur wenig vorangeht und häufig die Geldfrage im Vordergrund steht.

Die Initiative probiert es derweil mit Galgenhumor: "Eine Stadt, die bereit ist, für elf von der UEFA veranstalteten Spiele mal eben 52 (!) Millionen Euro aus dem Fenster zu schmeißen, wird sich beim Ausbau des Stadions an der Grünwalder Straße mit bis zu 50 Spielen pro Saison doch ganz sicher nicht lumpen lassen", so die sarkastisch formulierte Hoffnung.

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Zuletzt stellte Oberbürgermeister Dieter Reiter dem TSV 1860 in der Stadionfrage ein Ultimatum. "Bevor ich 60 Millionen Steuergeld ins Stadion stecke, will ich wissen, ob der Verein auch in zehn, 15 Jahren im Grünwalder Stadion spielen will", sagte der SPD-Politiker noch zuletzt. 

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36 Kommentare
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  • C_B am 20.12.2021 01:38 Uhr / Bewertung:

    „ der kannte nur Feldmoching“

    Eben!

  • Graf Rotz von Falkenschiss am 18.12.2021 16:09 Uhr / Bewertung:

    Dass das GWS Sechzgerstadion genannt wird man vielleicht bei den Löwenfans noch geläufig sein. In meinem Bekanntenkreis rund um die Tegerseer Landstraße wird das schon seit vielen Jahren nur Grünwalder Stadion genannt. Und das von Münchnern denen der Fussball schnurzegal ist.

  • Kaiser Jannick am 18.12.2021 17:20 Uhr / Bewertung:
    Antwort auf Kommentar von Graf Rotz von Falkenschiss

    In Ihrem Landkreis Weilheim mag das durchaus so sein, aber die alteingesessenen geborenen Münchner, erst Recht die Giesinger, die leider immer weniger werden, haben noch nie davon gesprochen, sich ein Fußballspiel im "Städtischen Stadion an der Grünwalder Str." anzusehen, die sind immer ins Sechzger (-Stadion) gegangen und tun das heute noch. Bei Nicht-Münchner ist das sicher anders.

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