Aygün gibt den Poschner - und dann?

München - Gerhard Poschner hat das Chaos hinterlassen, Necat Aygün soll aufräumen. Unter Poschner arbeitete der gebürtige Münchner und Sohn türkischer Eltern als Talentscout.
Und er hat eine blaue Vergangenheit: 1992 kam er als Jugendspieler zum TSV 1860, gelangte über den Umweg Amateure zu den Profis, versuchte sein Glück nach überschaubarem Erfolg woanders.
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2010 kehrte er zurück, kam in den folgenden beiden Jahren noch zu 45 Profi-Einsätzen und ließ seine Karriere bei den Amateuren ausklingen. Jetzt ist der Inhaber des Schwabinger Stehcafés „Dodici“ nach Poschners Rücktritt der einzig verbliebene Kandidat mit Fußball-Fachkompetenz, um die Nachfolge des Sportchefs zu übernehmen – vorübergehend. Die Sportchef-Kandidaten:
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Fredi Bobic: Als Spieler glänzte er als Bestandteil des legendären Stuttgarter magischen Dreiecks, als Sportvorstand bei den Schwaben weniger erfolgreich. Seit September 2014 vereinslos, tut sich die Löwen wohl nicht an.
Jens Lehmann: Der frühere Nationaltorhüter und jetzige TV-Experte war schon öfter bei Sechzig im Gespräch, hatte zumindest nie dementiert.
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Christian Ziege: Zuletzt Trainer bei der SpVgg Unterhaching, zuvor DFB-Juniorentrainer. Bayern-Vergangenheit.
Martin Bader: Als Sportlicher Leiter des 1. FC Nürnberg verkündete er wie Poschner gestern seinen Rücktritt, bleibt aber noch bis 30. September im Amt. Bader wäre erfahren und ist zudem bekennender Löwen-Sympathisant.
Doch vorher soll Aygün endlich Verstärkungen holen: „Wir werden schnellstmöglich zusammensetzen“, sagte Interimspräsident Sigi Schneider.