Kimmich wieder hinten rechts? Nagelsmann legt EM-Pläne offen

Die 0:2-Niederlage in Wien rundete ein gebrauchtes Jahr 2023 für den DFB ab. Für die Heim-EM im Sommer legte Bundestrainer Julian Nagelsmann deutlich seine Pläne offen.
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Beim FC Bayern ist Joshua Kimmich im Formtief. Bei der Heim-EM droht ihm der Verlust seines Stammplatzes im Mittelfeld.
Beim FC Bayern ist Joshua Kimmich im Formtief. Bei der Heim-EM droht ihm der Verlust seines Stammplatzes im Mittelfeld. © IMAGO/Jürgen Kessler

München - Julian Nagelsmann schlenderte mit seinen grauen Sneakern ganz locker ins ZDF-Sportstudio – doch der erste Eindruck täuschte. Der Bundestrainer war nicht zum Plaudern nach Mainz gekommen, ihm stand der Sinn stattdessen nach Klarheit und Aufräumen.

Kimmich als Rechtsverteidiger? "Er ist eine Option"

In einem langen Interview zu nächtlicher Stunde warf der Bundestrainer vermeintliche Gewissheiten über den Haufen, verabschiedete sich von Experimenten und legte auch beim Reizthema der vergangenen Wochen eine Kehrtwende hin: Er sieht Joshua Kimmich nun doch auf der Rechtsverteidiger-Position. "Josh ist hinten rechts eine Option", sagte der Bundestrainer – das habe er mit dem Bayern-Profi auch bereits so besprochen.

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Besonders der Umgang mit Kimmich hat sich bei Nagelsmann deutlich verändert. Zu Bayern-Zeiten war der 28-Jährige noch Nagelsmanns erster Ansprechpartner innerhalb des Teams und wurde, kurz nach Neuers Skiunfall, sogar als Kapitän ins Gespräch gebracht, hätte Neuer nicht weitermachen können. Eine dauerhafte Versetzung auf rechts war kein Thema. Kimmich war der Fixpunkt in Nagelsmanns Bayern-Achse.

Dass der Bundestrainer nun eine Rückkehr von Toni Kroos mit den Worten: "Wenn er die beste Leistung zeigt, dann kann es sein, dass ich ihn nochmal anrufe", kommentierte und Kimmich somit der Verlust seines Stammplatzes im Mittelfeld bei der Heim-EM droht, rundet das Bild eines misslungenen Jahres für den Münchner ab. 

Neuer im März auch beim DFB zurück

Generell will Nagelsmann seine Startelf deutlich defensiver ausrichten als zuletzt – Stichwort "Verteidigungsmonster". Daher sei auch die (kurze) Zeit von Kai Havertz als Schienenspieler auf der linken Seite definitiv vorbei. "Wir müssen ein bisschen was an der Kaderstruktur ändern", sagte Nagelsmann, er rückte damit von seinem Plan ab, die elf besten Fußballer aufzustellen.

Mit dem FC Bayern bejubelte Manuel Neuer jüngst einen 1:0-Sieg bei Manchester United. Im März soll sein Comeback im DFB-Team folgen.
Mit dem FC Bayern bejubelte Manuel Neuer jüngst einen 1:0-Sieg bei Manchester United. Im März soll sein Comeback im DFB-Team folgen. © IMAGO/Matt West/Shutterstock

Im Tor scheint ebenfalls eine Vorentscheidung gefallen zu sein. Der langjährige Kapitän Manuel Neuer hat gegenüber seinem Kollegen Marc-Andre ter Stegen zumindest für die Länderspiele gegen Frankreich (23.3.) und die Niederlande (26.3.) klar die Nase vorn. "Manuel macht das außergewöhnlich gut, sein Comeback war ein sehr emotionaler Moment. Ich finde seine Leistungen herausragend gut", sagte Nagelsmann, der zudem auf ter Stegens Rücken-Operation verwies. Es laufe darauf hinaus, dass Neuer im März ins DFB-Tor zurückkehre.

Seinen Kapitän Ilkay Gündogan vom FC Barcelona sieht der Bundestrainer offensiver als zuletzt, als Strippenzieher vor zwei defensiv denkenden Sechsern. 

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