Macht Markus Söders Familie mit Flüchtlingskrise Kasse?

Der Schwiegervater des CSU-Politikers will ein Fabrikgebäude verkaufen – damit dort Flüchtlinge untergebracht werden können. Das hat ein „Gschmäckle“, meint ein SPD-Politiker.
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Markus Söder und seine Frau Karin Baumüller-Söder.
dpa Markus Söder und seine Frau Karin Baumüller-Söder.

Nürnberg/Grossau – Seit Wochen ruft der Schwiegersohn nach einer Begrenzung des Flüchtlingszuzugs – und der Schwiegervater verdient offenbar Geld mit der Asylkrise: Der Nürnberger Unternehmer Günter Baumüller, Vater von Markus Söders Ehefrau Karin Baumüller-Söder, will eine alte Produktionshalle seiner Firma in Rossau an den Landkreis Mittelsachsen verkaufen – damit dort Asylbewerber untergebracht werden können.

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Für so manchen Politiker der Region ist das ein pikanter Zusammenhang: „Es hat ein Gschmäckle, dass Herr Söder einerseits öffentlich das Grundrecht auf Asyl infrage stellt, andererseits ein seiner Familie nahe stehendes Unternehmen finanziell von der Unterbringung von Asylsuchenden profitiert“, kritisiert die Bundestagsabgeordnete Simone Raatz (SPD) via „Mopo24“.

 

Söders Sprecherin: "Keine persönlichen Verbindungen"

 

Finanzminister Söder (CSU) beibt gelassen. Seine Sprecherin erklärt: „Der Minister hat keine persönlichen Verbindungen zur Firma Baumüller.“ Ob seine Ehefrau Karin am Unternehmen ihres Vaters beteiligt ist, beantwortet eine Rechtsanwaltskanzlei der „Nürnberger Zeitung“: „Frau Baumüller-Söder ist zwar Gesellschafterin der Baumüller-Unternehmensgruppe. Sie war und ist jedoch zu keinem Zeitpunkt an dem Verkauf der Liegenschaft mit der Produktionshalle befasst.“

Der Verkauf soll zeitnah erfolgen, heißt es aus dem Landratsamt. Der Preis für das Industriegrundstück soll bei 1,5 Millionen Euro liegen.

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