Münchner SPD fordert mehr Verkehrssicherheit für E-Scooter
München - Seit dem 22. Juni ist es in München möglich, E-Scooter auszuleihen und schon nach wenigen Tagen erfreuen sich die kleinen Fahrzeuge großer Beliebtheit. Doch bereits jetzt werden erste Sicherheitsmängel sichtbar, weswegen die SPD einen entsprechenden Antrag im Stadtrat gestellt hat.
SPD fordert Nachrüstung der E-Scooter
In ihrem Antrag bemängelt die Münchner SPD das Fehlen eines Schallsignalgebers – also etwa einer Klingel oder Hupe. Einen solchen sieht die SPD im dichten Rad- und Fußgängeraufkommen jedoch als elementar für die Verkehrssicherheit in München.
Einen weiteren Kritikpunkt sieht die Stadtratsfraktion in der automatischen Abschaltung der E-Scooter beim Erreichen von "Verbotszonen". Der Geschäftsbereich und die Parkverbotszonen des Anbieters "TIER Mobility GmbH" sind technisch so ausgestaltet, dass die Roller durch GPS-Signale beim Überfahren der Grenze (z.B. zu Fußgängerzonen) automatisch abschalten und aufgrund des technischen Aufbaus sowie Gewichts auch sofort stark abbremsen.
Automatisches Abbremsen gefährdet den Verkehr
Hierbei kam es in den vergangenen Tagen vermehrt zu Vorfällen, bei denen die Leih-E-Scooter bereits kurz vor der Grenze einer solchen Parksverbotszone (z.B. auf der Frauenstraße am Viktualienmarkt) plötzlich automatisch abgeschaltet wurden und der Nutzer dann mitten im Straßenverkehr zum Stehen kam. Damit wurde laut SPD nicht nur den Verkehr behindert, sondern auch der Nutzer selbst gefährdet .
Die SPD beantragt daher eine Ausweitung des GPS-Toleranzbereiches an den jeweiligen Geschäftsbereichsgrenzen.
Lesen Sie hier: E-Scooter in München - Jetzt steigt auch die MVG ein
Lesen Sie hier: In München angekommen - Die AZ testet die neuen E-Scooter