München-Schwabing: Helmut-Dietl-Denkmal - Hilfe für den Künstler
Schwabing - Ist ein Streit um Unterhaltszahlungen am Ende der Grund dafür, dass kein Dietl-Denkmal vor das Café Münchner Freiheit kommt? Der Bildhauer Nikolai Tregor will das nicht glauben – und hofft weiter auf einen Großsponsor.
Wie berichtet, hatte die Stadt die geplante Unterstützung des Projekts abgeblasen – aus Sorge, das Geld könnte versanden. Tregor, der schon die Helmut-Fischer-Statue an dem Standort geschaffen hat, liegt im Streit um Unterhaltszahlungen.
Am Donnerstag erneuerte Richard Riederer-Reiter ein altes Angebot. Riederer-Reiter, der selbst viele Jahre ein Geschäft in Schwabing betrieb, sagte der AZ, er habe eine alte Bronze-Statue. Die könne er Tregor anbieten. Wenn der sie einschmelze, habe er schon einmal das Material für den Dietl.

Diese Statue bietet Richard Riederer-Reiter an. Foto: ho
Nicht schlecht, findet Tregor. Er verweist aber auch darauf, dass die Materialkosten nur einen kleinen Teil der benötigten Investition ausmachen. Heißt: Er braucht weiter einen Großsponsor, um das Projekt verwirklichen zu können. In die geschätzt 20.000 bis 40.000 Euro teure Skulptur zu investieren, könnte sehr interessant sein, glaubt Tregor. "Für einen Sponsor gäbe sehr viel Öffentlichkeit", ist er überzeugt. "Ich würde auch ein Schild mit den Namen anbringen."
Der Regisseur und Drehbuchautor Helmut Dietl war 2015 im Alter von 70 Jahren gestorben. Er hatte mit seinen Filmen und Serien das Bild Münchens im ganzen Land geprägt.
Schon seit 1997 gibt es vor dem Café Münchner Freiheit die von Tregor gestaltete Skulptur in Erinnerung an eine von Dietls berühmtesten Figuren: den ewigen Stenz, den Monaco Franze, gespielt von Helmut Fischer.
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