Islamistische Propaganda bei "Anne Will"? - Entlarvend

Ist die Propaganda-Kritik an der Talk-Runde von Anne Will berechtigt? AZ-Redakteurin Verena Lehner über den Auftritt der Frauenbeauftragten des "Muslimischen Zentralrates der Schweiz".
Verena Lehner |
X
Sie haben den Artikel der Merkliste hinzugefügt.
zur Merkliste
Merken
0  Kommentare
lädt ... nicht eingeloggt
Teilen  AZ bei Google News
Nora Illi, Frauenbeauftragte des "Islamischen Zentralrats Schweiz", und der CDU-Innenpolitiker Wolfgang in der ARD-Talksendung "Anne Will" zum Thema "Mein Leben für Allah - Warum radikalisieren sich immer mehr junge Menschen?".
dpa Nora Illi, Frauenbeauftragte des "Islamischen Zentralrats Schweiz", und der CDU-Innenpolitiker Wolfgang in der ARD-Talksendung "Anne Will" zum Thema "Mein Leben für Allah - Warum radikalisieren sich immer mehr junge Menschen?".

Zugegeben: Die Talk-Sendung von Anne Will ist ab einem gewissen Punkt in eine seltsame Richtung gedriftet. Wären da nicht ein Ahmad Mansour oder ein Wolfgang Bosbach gewesen, die Nora Illi ordentlich Kontra gegeben haben, hätte man kurzzeitig meinen können, man hat in ein islamistisches Propaganda-Video gezappt. Trotzdem: Es werden nach diesem Auftritt der Frauenbeauftragten des "Muslimischen Zentralrates der Schweiz" nicht reihenweise deutsche Mädchen zum Islam konvertieren und sich dem IS anschließen. Im Gegenteil.

Diskussion muss sein

Bei aller Kritik an der Gesprächsführung von Anne Will darf eines nicht außer Acht gelassen werden: Der Auftritt von Nora Illi war vor allem selbstentlarvend. Das zeigen nicht nur solche Momente des Gesprächs, in denen sie den Nikab als ein Symbol für Selbstbestimmung und Freiheit bezeichnet. Das zeigen vor allem jene Momente, in denen sie den fundierten Argumenten ihrer Gesprächskontrahenten nichts entgegenzusetzen hat. Als Wolfgang Bosbach sie mit der Tatsache konfrontiert, dass es den Männern im Islam erlaubt ist, ihre Frauen unter bestimmten Umständen zu schlagen, schweigt sie. Auf die Frage, was sie jungen Mädchen raten würde, die zum IS nach Syrien reisen wollen, gibt sie keine konkrete Antwort.

Und genau das sind die Momente, die es rechtfertigen, eine Frau wie Nora Illi in eine solche Gesprächsrunde zu holen. Nichts wurde am Montagmorgen so kritisch diskutiert wie dieser Auftritt. Und genau so soll es sein.

Lädt
Anmelden oder registrieren

Zum Login
Zu meinen Themen hinzufügen

Hinzufügen
Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten
Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen
Um "Meine AZ" nutzen zu können, müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen.

Zustimmen
 
0 Kommentare
Bitte beachten Sie, dass die Kommentarfunktion unserer Artikel nur 72 Stunden nach Veröffentlichung zur Verfügung steht.
Noch keine Kommentare vorhanden.
merken
Nicht mehr merken
X

Sie haben den Inhalt der Merkliste hinzugefügt.