Nach AZ-Infos: Löwen-Hammer! Finanzboss Oliver Mueller steht beim TSV 1860 vor dem Aus

Der TSV 1860 trennt sich nach AZ-Informationen von Finanzboss Oliver Mueller.
Matthias Eicher
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Oliver Mueller ist seit dem 2. Februar Finanz-Geschäftsführer der Profifußball-GmbH des TSV 1860.
Oliver Mueller ist seit dem 2. Februar Finanz-Geschäftsführer der Profifußball-GmbH des TSV 1860. © IMAGO/Ulrich Wagner

München - Paukenschlag beim TSV 1860: Oliver Mueller, kaufmännischer Geschäftsführer der Löwen, steht nach AZ-Informationen vor dem Aus. Die Demission des Finanzbosses durch den Beirat der Blauen soll unmittelbar bevorstehen. Die Hintergründe des Ausscheidens sind bisher unklar.

Mueller war erst Anfang Februar 2024 um TSV gekommen, als Nachfolger des von e.V-Seite durch die 50+1-Regel abberufenen Finanzboss Marc-Nicolai Pfeifer. "Diese immateriellen Werte, die sich Sechzig in den vergangenen Jahrzehnten erarbeitet hat, sind durchaus auch sehr wertvoll, aber in Zukunft ist es auch sehr wichtig, sich auf die eigenen Stärken zu besinnen und Kapital zu generieren: Kapital über Vermarktung, Nachwuchsausbildung –  aber vor allem das Ganze unter der Klammer der wirtschaftlichen Vernunft", hatte Mueller bei seinem Amtsantritt erklärt.

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Mueller wollte Ismaik-Besuch in der 1860-Geschäftsstelle untersagen

Ende April hatte der 46-Jährige durch die Präsentation "Der neue Biss des Löwen" in der VIP-Alm am Vereinsgelände für Aufsehen gesorgt, mit der er gleichzeitig einen Sparkurs ausgerufen hatte, mit Sechzig aber bereits im Jahre 2029 die Nummer zwei in Bayern werden wollte. Mehrere Mitarbeiter haben die Geschäftsstelle des TSV in den vergangenen Monaten wohl nicht zuletzt wegen der verordneten Einsparungen verlassen, das Profiteam um Kapitän Jesper Verlaat sollte etwa keine Flugreisen mehr zu den Auswärtsspielen unternehmen.
 
Mueller, der von der Vereinsseite und gegen den Willen von Investor Hasan Ismaik ebenfalls per 50+1 ins Amt gekommen war, ist bei Sechzigs Geldgeber weiter in Ungnade gefallen, als er Ismaik im Vorfeld der Mitgliederversammlung eine Fan-Sprechstunde in der Geschäftsstelle des TSV untersagen wollte.

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Im Zenith war Mueller Mitte Juni mit einer wortgewaltigen Rede aufgefallen, in der er die Kritiker der aktuellen Vereinsstrategie, wie die Opposition des "BündnisZukunft1860", verurteilte: "Wenn der Clown in den Palast einzieht, wird er nicht zum König, sondern der Palast wird zum Zirkus."

Die Nachfolge Mueller ist bisher ungeklärt, der TSV befindet sich aber bereits auf der Suche nach dem nächsten Finanzboss, der länger im Amt bleiben soll als nur ein gutes halbes Jahr.

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19 Kommentare
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  • Stifler am 05.09.2024 15:14 Uhr / Bewertung:

    Wer sich zu weit aus dem Fenster lehnt.............

  • Soisses1860 am 05.09.2024 14:05 Uhr / Bewertung:

    Hab ich nicht schon vor einiger Zeit geschrieben „Axt 2.0“? Da hagelte es Empörung ….

    Ich vermute dass er eingestellt wurde radikal zu handeln, das aber dann doch zu weit ging und man sich dann von ihm abgewandt hat.

    Wahrscheinlich war der Auftrag ähnlich wie: Haus sanieren, egal wie, egal mit welchen Methoden und ohne Absprache der (Teil-) Inhaber. Als er gesprengt hat, war der Schaden dann doch zu groß.

    Jetzt hat man wieder einen Schuldigen für das Ergebnis von unerfüllbaren Aufträgen.

    Normalerweise haften dann dennoch die Auftraggeber, was auch logisch ist. A bisserl Hirn muss man bei Aufträgen schon einsetzen - oder man überlässt die Auftagsvergabe fähigen Leuten. Die finde ich nur gerade nicht wirklich…

  • Chris_1860 am 05.09.2024 16:26 Uhr / Bewertung:
    Antwort auf Kommentar von Soisses1860

    "Normalerweise haften dann dennoch die Auftraggeber, was auch logisch ist."

    Unabhängig davon, dass Mueller eine offensichtliche Fehlbesetzung war:

    Haftet Ismaik auch für Power und dessen Zirkus, den er seit Jahren veranstaltet?

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