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1860-Abschied? Löwen-Trainer Jacobacci stellt klar, wie es wirklich mit Lakenmacher lief

Verlässt mit Fynn Lakenmacher der nächste Löwen-Stürmer den TSV 1860? Nach AZ-Informationen plant Maurizio Jacobacci nicht mehr mit dem letztjährigen Top-Torjäger der Sechzger. Nun hat der Trainer Stellung zur Personalie bezogen.
Matthias Eicher,
Christina Stelzl
Christina Stelzl,
Ruben Stark
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Maurizio Jacobacci (r.) im Gespräch mit Fynn Lakenmacher.
Maurizio Jacobacci (r.) im Gespräch mit Fynn Lakenmacher. © imago/Ulrich Wagner

München - Die Löwen hatten Redebedarf! Der TSV 1860 beraumte am Donnerstag kurzfristig eine Pressekonferenz mit Trainer Maurizio Jacobacci an. Der Grund? Die Sechzger wollten unter anderem zu einem AZ-Bericht vom Mittwoch Stellung beziehen.

Denn nach AZ-Informationen will der TSV 1860 seinen Top-Stürmer der Vorsaison, Fynn Lakenmacher, loswerden. Das sollen die Löwen ihrem Schützling kürzlich mitgeteilt haben.

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Jacobacci: 1860 wollte mit Lakenmacher bis 2026 verlängern

Nun äußerte sich Jacobacci am Donnerstag höchstpersönlich zu den Gerüchten: "Lakenmacher hat einen Vertrag bis 2024. Wir wollten ihn um zwei weitere Jahre bis 2026 binden – mit der Möglichkeit ihn eventuell für eine Saison auszuleihen, um Spielpraxis zu erhalten. Um dann verbessert und gestärkt zurückzukommen und Minimum zwei weitere Jahre für Sechzig spielen zu können. Das war unser Plan", erklärte der Löwen-Trainer auf der Pressekonferenz.

"Leider hat sich Laki und sein Umfeld gegen diesen Plan entschieden, was ich sehr schade finde. Ich muss das akzeptieren, aber ich bin auch in der Verantwortung und in der Pflicht, das Bestmögliche für 1860 zu tun."

Verlässt Fynn Lakenmacher den TSV 1860 nach nur einer Saison wieder?
Verlässt Fynn Lakenmacher den TSV 1860 nach nur einer Saison wieder? © IMAGO / Nordphoto

"Suchen in der Spitze eine Lösung": Jacobacci sieht Lakenmacher noch nicht so weit

Mit insgesamt acht Treffern führte Lakenmacher die interne Torjägerliste der Sechzger an. Allerdings erzielte der 23-Jährige sechs seiner acht Tore in der Hinrunde. Seitdem sieht es auf dem Torekonto des Angreifers eher mau aus. Auch in der Vorbereitung für die kommende Saison herrscht beim gebürtigen Lübecker Ladehemmung. Lakenmacher stand beim 9:0-Testspielsieg am vergangenen Samstag in Wemding nicht in der Startelf und wurde erst in der 75. Minute eingewechselt. Trainer Jacobacci erklärte anschließend, dass sich Lakenmacher nicht verletzen solle.

Nun deutete der 61-Jährige aber an, dass der Löwen-Stürmer in seiner Entwicklung noch nicht so weit sei. "Heute ist es so, dass uns vorne etwas Wichtiges fehlt. Darum suchen wir in der Spitze eine Lösung und das hat nichts zu tun mit Lakenmacher. Weil Lakenmacher irgendwann seine Qualität auf den Platz bringen wird, aber noch nicht heute. Es ist nicht so, dass wir Lakenmacher auf das Abstellgleis gesetzt haben." Dies alles zeige laut Jacobacci, dass der Löwen-Trainer auf den Spieler setze. "Ich glaube an den Jungen, sonst hätte ich den Plan nicht realisieren wollen."

TSV 1860: Willsch kann Wechselgerüchte um Lakenmacher nicht verstehen

Ex-Löwe Marius Willsch kann die Wechselgerüchte um Lakenmacher gar nicht verstehen: "Die Abgänge von Christopher Lannert und Meris Skenderovic haben mich schon sehr überrascht. Aber als ich gelesen habe, dass Fynn Lakenmacher auf dem Abstellgleis sein soll, muss ich sagen: Da hat es mir den Vogel rausgehauen. Das ist schon krass in meinen Augen", sagte Willsch, der zum Ende der vergangenen Saison seine Karriere beim TSV 1860 beendete, zuletzt im Podcast "Giesinger Bergfest".

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Ex-Löwe Willsch kritisiert Jacobacci deutlich

"Ich verstehe nicht, wie man aus Trainersicht einen Spieler abgeben will, der im entwicklungsfähigen Alter ist mit Anfang 20, der jetzt seine erste Saison hinter sich gebracht hat in einem Traditionsverein. Da ist der Druck enorm", so Willsch.

Mit einem Spieler, der in seiner ersten Löwen-Saison zwölf Scorerpunkte erzielte und "brutales Entwicklungspotenzial" habe, gehe man nicht so um, legte Willsch weiter nach. "Ich habe schon mitgekriegt, dass der Trainer nicht auf ihn steht, seit er letzte Saison gekommen ist. So ein Spieler braucht Selbstvertrauen, der braucht vom Trainer Vertrauen und dann performt er auch."

Lakenmacher sei laut Willsch links liegengelassen, nicht mit ihm gesprochen worden. "Fynn ist ein Spieler, der das Vertrauen braucht – und jetzt soll er sich verp...? Ich muss schon sagen, die Entscheidung vom Trainer kann ich null verstehen." Ob die Löwen-Fans einen Abgang von Lakenmacher verstehen würden?

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  • Claus am 21.07.2023 00:00 Uhr / Bewertung:

    Ich kann wirklich nur jedem empfehlen, sich auf youtube die vollständige Pressekonferenz anzusehen. Was Jacobacci sagt hat Hand und Fuß und geht weit über die verkürzte Darstellung hier oder in gewissen Blogs hinaus.

  • Soisses1860 am 20.07.2023 23:32 Uhr / Bewertung:

    Wahrscheinlich brauchen wir gerade für solche Situationen einen Sportdirektor, der dem Trainer den Rücken freihält und die Öffentlichkeit informiert. Und dann auch mal gegen sogenannte „Fam-Seiten“ deutliche Worte findet. Köllner fand ich vor einem Jahr etwas überzogen, als er gegen einen, der für einen Fanblog berichtet, hatte Worte benutzte - und ihn und seine Leute dann verbannt hat.
    Heute, mit dieser Geschichte und der sogar nach der PK weitergeführten Hetze dieser Leite habe ich eigentlich im Nachhinein Verständnis.

    Vielleicht muss es einen im Konstrukt 1860 geben, der deutlich dagegen schießt und sich nichts gefallen lässt. Möglich, dass man für ihn dann auch ein Plakat mit durchgestrichenem Kopf kreiert, aber anders lässt sich wohl nicht in Ruhe arbeiten.

  • Exilloewe III am 20.07.2023 18:15 Uhr / Bewertung:

    Hier wird schon wieder gezündelt in der AZ ohne vollends recherchiert zu haben. Lakenmacher wird abserviert, Wilsch wird herbeigezogen, und selbst, wenn der Trainer alles offenstellt (was man ja keineswegs müßte!), wird alles nochmals nachgeschoben....worum geht es hier??? Könnten wir nicht
    wenigsten 1 (in Worten: Ein) Spiel machen, bevor wieder alles in der Presse zerbröselt wird? Mönsch.

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