Sieg gegen Gladbach: Der erste Titel für Pep

Da ist der erste Titel für Trainer Pep Guardiola mit dem FC Bayern. Die Bayern gewannen im Finale des Telekom Cups souverän mit 5:1 gegen Borussia Mönchengladbach.
von  dpa / az

Da ist der erste Titel für Trainer Pep Guardiola mit dem FC Bayern. Die Bayern gewannen im Finale des Telekom Cups souverän mit 5:1 gegen Borussia Mönchengladbach.

Mönchengladbach – Nach einer ersten eindrucksvollen Demonstration von Qualität und Stärke hat sich Triple-Gewinner Bayern München die erste Trophäe der neuen Saison gesichert. Das Starensemble von Pep Guardiola mit einem überzeugenden Neuzugang Thiago gewann im Vorbereitungsturnier auf die neue Saison den Telekom-Cup durch ein 5:1 (3:1) im Endspiel über Gastgeber Borussia Mönchengladbach. Das „kleine“ Finale hatte zuvor Vizemeister Borussia Dortmund gegen den Hamburger SV mit 1:0 (1:0) gewonnen.

„Wir haben gut gespielt, ein paar wenige Dinge sind noch zu verbessern“, sagte Guardiola bei Sat.1: „Aber die Einstellung aller Spieler ist sehr gut, egal, wer auf dem Platz steht. Das ist wichtig.“ Sorgen, dass der harte Konkurrenzkampf in Zukunft dem Teamgeist schaden könnte, hat der Spanier daher nicht: „Natürlich möchte jeder gerne spielen. Aber wenn sie akzeptieren, dass ich der Boss bin, dann ist alles gut.“

Sechs Tage vor dem Duell mit dem BVB in Dortmund um den Supercup (Samstag/20.30 Uhr) präsentierten sich die Münchner vor 44.506 Zuschauern bereits in ansprechender Form und hinterließen drei Wochen vor ihrem Bundesliga-Start daheim erneut gegen Gladbach (9. August) auch körperlich den besten Eindruck. Nach harten Trainingstagen fehlte es naturgemäß allen Mannschaften bei Temperaturen über 30 Grad sichtbar an Frische und Spritzigkeit.

Die Bayern, für die Franck Ribery (17.) Philipp Lahm (23.), Thiago (26.) mit einem spektakulären ersten Tor für seinen neuen Klub mit der Brust, Arjen Robben (41.) und Thomas Müller (60.) trafen, glänzten phasenweise mit ihrem schnellen direkten Spiel. Der erst am vergangenen Dienstag vorgestellte 25 Millionen Euro teure Thiago vom FC Barcelona präsentierte sich dabei bereits als souveräne Schaltstation im Mittelfeld.

Insgesamt beeindruckten die Bayern einmal mehr mit ihrem hochwertigen und ausgeglichenen Kader, aus dem in Mönchengladbach Bastian Schweinsteiger, Javi Martinez, Mario Götze, Dante und Manuel Neuer nicht zum Einsatz kamen. Neun Turnier-Tore und acht verschiedene Torschützen stehen als Beweis.

Dennoch wollte auch Guardiola die Spiele nicht überbewertet wissen. Mit dem Stand der Vorbereitung zeigte er sich „sehr zufrieden“ – mehr nicht. Daran änderte auch der einzige Gegentreffer des Turniers durch den Gladbacher Luuk de Jong (30., Foulelfmeter) nichts.

Auch für die Dortmunder, für die Jonas Hofmann (24.) im Spiel um Platz drei den Siegtreffer erzielte, nutzten das Turnier zu Experimenten. Selbst das Spiel um den Supercup am Wochenende sieht BVB-Trainer Jürgen Klopp noch als Teil der Vorbereitung auf den Ligaauftakt.

Die Westfalen traten erneut ohne ihre Neuzugänge Henrich Mchitarjan (Teilreiss der Syndesmose im Sprunggelenk) und Pierre-Emrick Aubameyang sowie Jakub Blaszczykowski (beide Magen- und Darmprobleme) an. HSV-Trainer Thorsten Fink hatte seine Startformation im Vergleich zur Begegnung mit den Bayern auf neun Positionen verändert. Sein Dortmunder Kollege Jürgen Klopp hatte zumindest sechs Stammkräfte aufgeboten.

Beide Mannschaften mühten sich in der Begegnung über zweimal 30 Minuten redlich, doch spielerisch lief es noch längst nicht rund. Den besseren Eindruck hinterließen dennoch die Borussen, die durch Nationalspieler Marco Reus die ersten klaren Chancen hatten und durch Hofmann vor der Halbzeit zur verdienten Führung kamen. Am Ende hätte der BVB wesentlich deutlicher gewinnen müssen. „Hartes Training schlägt anscheinend aufs Zielwasser“, resümierte Klopp.

 

 

 

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