Panikattacken bei "Rosenheim-Cops"-Star: Manuel Cortez spricht über seine Ängste

Schauspieler Manuel Cortez über das Geheimnis (s)einer Beziehung – und den Kampf gegen die Angst samt Panikattacken. Der 44-Jährige ist bald in "Die Rosenheim-Cops" zu sehen.
Daniela Schwan |
X
Sie haben den Artikel der Merkliste hinzugefügt.
zur Merkliste
Merken
0  Kommentare
lädt ... nicht eingeloggt
Teilen  AZ bei Google News
Manuel Cortez, der frisch nach München gezogen ist, ist neu bei "Die Rosenheim Cops".
Manuel Cortez, der frisch nach München gezogen ist, ist neu bei "Die Rosenheim Cops". © IMAGO / Lindenthaler

Am 12. Dezember um 19.25 Uhr ist der Schauspieler, Autor und "Let's Dance"-Gewinner Manuel Cortez (44, "Verliebt in Berlin", "Großstadtrevier") in der ZDF-Serie "Die Rosenheim-Cops", Titel der Folge: "Der perfekte Mann", zu sehen.

Im AZ-Interview verrät er, was ihn nach München verschlagen hat, das Geheimnis (s)einer Beziehung und wie er seine Ängste in den Griff bekommen hat.

Am 12. Dezember ist Manuel Cortez zu Gast bei den "Rosenheim-Cops".
Am 12. Dezember ist Manuel Cortez zu Gast bei den "Rosenheim-Cops". © dpa

Neuer "Rosenheim Cops"-Star: Manuel Cortez wagt Umzug nach München

AZ: Lieber Herr Cortez, 2021 sind Sie der Liebe wegen nach München zu Unternehmerin und Uni-Dozentin Saina Bayatpour gezogen. War das eine schwierige Entscheidung?
MANUEL CORTEZ: Ja, aber nicht wegen Saina! Denn dass ich mit ihr zusammenziehen will, das war für mich klar. Ich habe 25 Jahre lang in Berlin gelebt und mich damit auch identifiziert. Das war für mich schon eine Veränderung, aber München ist eine fantastische Stadt, die vielen Grünanlagen, die Historie, die Natur und die gelebte Kultur. Schon als Kind kam ich mit meiner Familie zum Urlaub machen nach Bayern. Wir haben erst mal eine neue Wohnung gesucht, Sainas war zu klein für uns beide, ich habe ja so viele Klamotten (lacht). Und von unserem Büro in Haidhausen bin ich schnell an der Isar, ich liebe diesen Fluss und gehe sogar bei drei Grad noch schwimmen.

Manuel Cortez nahm 2013 bei der RTL-Tanzshow "Let's Dance" teil – und gewann die Staffel
Manuel Cortez nahm 2013 bei der RTL-Tanzshow "Let's Dance" teil – und gewann die Staffel © dpa/Rolf Vennenbernd

Manuel Cortez und Freundin Saina fanden über Tinder zusammen: "Wir sind Fashionfreaks"

Wie haben Sie sich kennengelernt und was verbindet Sie?
Auf einem ihrer Events vor fünf Jahren, dann haben wir uns zunächst aus den Augen verloren. Ein halbes Jahr später war ich mal auf Tinder, da wurde mir Saina angezeigt, sie war gerade in Berlin. So haben wir uns auf einen Kaffee getroffen. Uns verbindet die Mode, wir sind Fashionfreaks, und die Chance, aneinander zu wachsen und zu reifen. Unsere Ehrlichkeit, unsere Bereitschaft, miteinander durch Schwierigkeiten zu gehen, auch die Hürden, die wir zusammen bewältigt haben, wie unsere schweren Corona-und Long-Covid-Erkrankungen vor zwei Jahren und die tiefe innere Verbindung, die wir zueinander haben. Während der Pandemie sind wir noch enger zusammen gewachsen. Ich unterstütze sie bei ihrem Frauennetzwerk "sheciety" und sie mich bei allen Projekten. Wir beflügeln uns gegenseitig kreativ. Das ist für mich das Geheimnis einer perfekten Beziehung: neben und mit dem Partner über sich selbst hinauswachsen zu können. Wer liebt und geliebt wird, dem wachsen Flügel!

Letztes Jahr erschien Ihr Buch "Angst im Gepäck". Wie kann man seine Furcht besiegen?
Angst ist das, was uns auf dieser Welt daran hindert, wirklich frei zu sein, sie ist der Ursprung allen Übels, denn die Leute fürchten sich vor Veränderungen. Es geht darum, sich erst einmal über seine Ängste bewusst zu werden, sich bewusst den Dingen zu stellen und dadurch achtsamer und selbstbewusster zu werden. Das heißt nicht, dass man total souverän und selbstsicher wirkt, sondern sich seiner selbst bewusst wird. Das können wir als Einzelperson oder in der Gesellschaft.

Lesen Sie auch

Lesen Sie auch

Angstattacken bei Manuel Cortez: "Habe als Kind viel erlebt, was Narben hinterlassen hat"

Darf man fragen, wie das bei Ihnen selbst war?
Meine ersten Panikattacken hatte ich mit 21. Ich habe einen langen Weg hinter mir, habe es aber geschafft, mich allem zu stellen. Früher dachte ich, wegen der Attacken stimmt mit mir was nicht, habe versucht, mich hinter einer lauten Persönlichkeit zu verstecken und mich nur über die beruflichen Erfolge zu definieren. Bis ich gemerkt habe, dass meine Ängste ein Echo meiner Vergangenheit waren. Ich habe als Kind viel erlebt, was Narben hinterlassen hat. Als Legastheniker wurde ich ausgegrenzt. Meine größten Ängste waren die, nicht dazuzugehören, nichts wert zu sein. Heute weiß ich, dass Verdrängen keine Lösung ist. Ich bin glücklich und kenne meinen Wert – das möchte ich weitergeben an alle, die noch nicht so weit sind.

Lädt
Anmelden oder registrieren

Zum Login
Zu meinen Themen hinzufügen

Hinzufügen
Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten
Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen
Um "Meine AZ" nutzen zu können, müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen.

Zustimmen
 
0 Kommentare
Bitte beachten Sie, dass die Kommentarfunktion unserer Artikel nur 72 Stunden nach Veröffentlichung zur Verfügung steht.
Noch keine Kommentare vorhanden.
merken
Nicht mehr merken
X

Sie haben den Inhalt der Merkliste hinzugefügt.