Russland und Syrien unterbrechen Luftangriffe auf Aleppo
Russland und Syrien haben ihre Luftangriffe auf Aleppo dem russischen Verteidigungsminister Sergej Schoigu zufolge vorerst eingestellt.
Moskau - Laut Sergej Schoigu, dem Verteidigungsminister Russlands, haben Russland und Syrien ihre Luftangriffe auf Aleppo ausgesetzt. "Die Unterbrechung ist für die achtstündige humanitäre Pause nötig, die für diesen Donnerstag geplant ist", sagte Schoigu.
Die syrische Armee werde sich so weit zurückziehen, dass Kämpfer ungehindert den Ostteil von Aleppo durch zwei Korridore verlassen könnten. Für Zivilisten würden sechs Korridore geöffnet. Mit der Initiative soll zudem Militärexperten, die sich an diesem Mittwoch in Genf treffen wollten, mehr Spielraum gegeben werden, sagte Schoigu.
Die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte erklärte, sie habe seit dem frühen Morgen keine Luftangriffe mehr registriert. Allerdings seien zuvor bei heftigen Bombardierungen der Rebellengebiete im Osten Aleppos fünf Mitglieder einer Familie getötet worden, darunter drei Kinder.
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Der Leiter der Menschenrechtler, Rami Abdel Rahman, bezweifelte jedoch, dass die Menschen Korridore nutzen, die vom Regime und von Russland überwacht werden. "Sie wollen einen Korridor, der von den UN überwacht wird, damit ein sicherer Abzug mit ihren Kindern gewährleistet wird", sagte er der Deutschen Presse-Agentur.
Aleppo gehört in dem mehr als fünfjährigen Bürgerkrieg zu den umkämpftesten Gebieten. Syrische und russische Jets hatten in den vergangenen Wochen die heftigsten Luftangriffe seit Ausbruch des Konflikts geflogen. In den Rebellengebieten im Osten der Stadt sollen noch rund 250 000 Menschen leben. Sie leiden unter einem massiven Mangel an Nahrungsmitteln, Trinkwasser und medizinischer Versorgung.