Tiger und Ziege: Aus Fressen wird der beste Freund

Die Großkatze verschont seine Lebendmahlzeit. Nun verbringen die beiden so unterschiedlichen Tiere ihre Zeit in einem sibirischen Safaripark. Das Raubtier räumt für den Gast sogar den Schlafplatz.
Rosemarie Vielreicher |
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Die Großkatze verschont seine Lebendmahlzeit. Nun verbringen die beiden so unterschiedlichen Tiere ihre Zeit in einem sibirischen Safaripark. Das Raubtier räumt für den Gast sogar den Schlafplatz.

Primorje - Warum Tiger „Amur“ den Ziegenbock verschmäht hat, das weiß keiner so genau. Ihm wurde der zottelige „Timur“ eigentlich als Mahlzeit vorgesetzt. Aber anstatt ihn mit Haut und Haaren zu verspeisen, hat sich die Großkatze mit dem Bock angefreundet.

Die beiden spazieren seither zum Beispiel gemeinsam durchs Gehege – der Tiger schreitet voran, die Ziege trottet hinterher. Das Raubtier hat aber auch seinen warmen Schlafplatz unter einem geschützten Dach für den Ziegenbock geräumt – die Raubkatze schläft dafür jetzt ungeschützt vor Wind, Schnee und Regen. Und das ganz freiwillig.

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Die Wärter im Safaripark Primorje können es selbst kaum glauben – und suchen nach Erklärungen für die ungewöhnliche Tierfreundschaft. „Wir glauben, dass die Ziege noch nie einem Tiger begegnet ist und deshalb nicht wusste, wie gefährlich er ist“, sagt einer der Wärter des Parks nahe der Hafenstadt Wladiwostok.

 

„Timur“ starrt die Raubkatze an und hat kein bisserl Angst

 

Der Bock habe keinerlei Angst gezeigt, als er zu der Raubkatze gelassen wurde. Er habe den Tiger einfach nur angestarrt und schon das Wildgehege ganz selbstverständlich für sich beansprucht.

Der Tiger ist es eigentlich gewohnt, Ziegen und Kaninchen zu jagen. Er frisst pro Tag bis zu zehn Kilo Fleisch. Zwei Mal in der Woche bekommt er Lebendfutter zur Jagd. Warum er ausgerechnet diesen Ziegenbock verschont hat, kann sich niemand erklären.

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So viel ist allerdings klar: In Zukunft wird „Amur“ keine Ziegen mehr zum Fressen vorgesetzt bekommen, heißt es vonseiten des russischen Wildparks.

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