Brandstifter schlägt in München zu: 16-Jähriger zündet acht Mietwagen an

Seine Kleidung riecht nach Rauch und Feuer, als die Polizei ihn in der Nacht auf Montag in Freiham unweit des Gewerbegebiets erwischt. Ermittler vermuten keine Verbindung zu Serie von politisch motivierten Brandanschlägen in München und Oberbayern.
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Nach Angaben der Feuerwehr sind vier der acht Kleintransporter komplett ausgebrannt. Die Einsatzkräfte waren eigentlich wegen eines vermeintlichen Zimmerbrands ausgerückt.
Nach Angaben der Feuerwehr sind vier der acht Kleintransporter komplett ausgebrannt. Die Einsatzkräfte waren eigentlich wegen eines vermeintlichen Zimmerbrands ausgerückt. © Berufsfeuerwehr München

Freiham - Die Flammen schlugen meterhoch in den Nachthimmel. Anwohner des Industriegebiets in der Clarita-Bernhard-Straße in Freiham alarmierten am Montag gegen 0.30 Uhr Feuerwehr und Polizei. Acht abgestellte Transporter der Mietwagenfirma "Sixt" standen in Flammen.

Brand in München: Technischer Defekt als Ursache ist ausgeschlossen

Die Feuerwehr rückte an. Die Autos waren allerdings nicht mehr zu retten. Der Sachschaden an den Fahrzeugen wird auf mindestens 300.000 Euro geschätzt, teilte ein Polizeisprecher am Montag mit. Weil die Transporter zu weit voneinander entfernt parkten, aber trotzdem nahezu gleichzeitig in Flammen aufgingen, vermutete die Polizei sofort vorsätzliche Brandstiftung als Ursache.

Drei Brandstiftungen in einer Nacht in Freiham

Mehr als 20 Streifenwagen beteiligten sich an der umgehend anlaufenden Fahndung nach dem Täter. In der Luft kreiste zudem ein Polizeihubschrauber. In derselben Nacht brannten in dem Gebiet in Freiham zudem eine Hecke und ein Einkaufswagen, ebenfalls das Werk eines Brandstifters.

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Verdächtiger gefasst: Die Kleidung des Teenagers riecht nach Feuer

Noch in der Nähe des Tatorts stießen die Beamten in der Nacht auf Montag auf einen verdächtigen 16 Jahre alten Jugendlichen aus dem Landkreis München. Seine Kleidung roch noch nach Rauch und Feuer, als er von Polizisten festgenommen wurde, sagte ein Polizeisprecher.

September 2014 in Ottobrunn im Landkreis München:  damals gehen zwölf abgestellte Autos eines Dienstleisters in Flammen auf. Der Fall zählt vermutlich zur Serie der politisch motivierten Brandanschläge. Die jüngste Brandstiftung in Freiham sei nicht politisch motiviert, so die Ermittler.
September 2014 in Ottobrunn im Landkreis München: damals gehen zwölf abgestellte Autos eines Dienstleisters in Flammen auf. Der Fall zählt vermutlich zur Serie der politisch motivierten Brandanschläge. Die jüngste Brandstiftung in Freiham sei nicht politisch motiviert, so die Ermittler. © Thomas Gaulke

Ermittler sehen keine politische Motivation des mutmaßlichen Brandstifters

Nach Durchführung der polizeilichen Maßnahmen wurde der 16-Jährige später seinen Eltern übergeben. Der Teenager ist bereits früher bei der Polizei aufgefallen. Hinweise auf einen Zusammenhang mit der Serie politisch motivierter Brandanschlägen in München, gebe es nicht, so die Polizei. 

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8 Kommentare
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  • .x.x. am 19.11.2024 09:21 Uhr / Bewertung:

    Mit 300.000€ Schulden ins Erwachsenenleben starten, viel dümmer geht´s kaum noch. Aber nach dem, was man hier zwischen den Zeilen lesen kann, dürfte diesem jungen Mann sowieso kein geregeltes Leben bevorstehen.

  • Witwe Bolte am 18.11.2024 19:37 Uhr / Bewertung:

    Wird der Schaden von 300.000 € mit dem Kindergeld verrechnet oder wird das weiterhin überwiesen?

  • Münchner Bürger am 18.11.2024 19:58 Uhr / Bewertung:
    Antwort auf Kommentar von Witwe Bolte

    Das habe ich mich auch gefragt.... deshalb steigen die Versicherungsbeiträge ins Unermessliche.

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