Baugenehmigung erteilt: Star-Architekt Chipperfield baut das "Karl"

Der britische Star-Architekt David Chipperfield baut auf dem ehemaligen Mahag-Gelände. Die Baugenehmigung für das "Karl" wurde erteilt.
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Quadratisch, mit hohen Decken und offen gestalteten Büros und Lounges: So soll Karl auf dem ehemaligen Mahag-Gelände einmal aussehen
David Chipperfield Architects Quadratisch, mit hohen Decken und offen gestalteten Büros und Lounges: So soll Karl auf dem ehemaligen Mahag-Gelände einmal aussehen

Maxvorstadt - Auf dem ehemaligen Mahag-Gelände, zwischen Hauptbahnhof und Stiglmaierplatz gelegen, wird in den nächsten Jahren ein neuer Bürokomplex errichtet. Die Stadt hat nun grünes Licht für das schon länger geplante Projekt gegeben.

Der Komplex, den die Macher nach der angrenzenden Karlstraße "Karl" getauft haben, wird das erste Bürogebäude des Stararchitekten David Chipperfield in München sein. Der Brite war unter anderem auch für die Renovierung am Haus der Kunst zuständig.

Büros und Gastronomie geplant

Geplant ist auf dem 7.500 Quadratmeter großen Grundstück ein kubischer Bau mit 30.000 Quadratmeter Bürofläche. Laut der Investorenfamilie Brecht-Bergen werden die Büros loftartig, hell und mit hohen Decken gestaltet. Herzstück der Anlage wird ein 1.400 Quadratmeter großer begrünter Innenhof.

Entworfen hat den der schweizerische Landschaftsarchitekt Enzo Enea. Ist der Hof erst einmal fertig, soll er auch für die Öffentlichkeit zugänglich sein. Für die Angestellten soll es auf jedem Stockwerk Balkone zum Hof hin geben.

Kein neues Hotel

Auch ein Restaurant wird es geben. Dazu wird die alte Shedhalle neu aufgebaut. Sie soll in ihrer Gestaltung mit einem sägezahnförmigen Dach an die die industrielle Vergangenheit des Areals erinnern. Von der ursprünglichen Idee, auf dem Gelände auch ein Hotel zu bauen, sind die Macher dagegen inzwischen abgekommen. Stattdessen wolle man sich voll auf Büros konzentrieren und so dem Bedarf in der Münchner Innenstadt Rechnung tragen, heißt es.

Der Baubeginn für Karl ist für den Herbst diesen Jahres geplant, fertig könnte der Komplex dann schon 2021 sein. In dem Viertel sind derzeit noch einige andere Bauprojekte in Planung. Das Größte ist der Neubau des Hauptbahnhofes in unmittelbarer Nachbarschaft zu Karl.

Für die Macher ein Glücksfall. Sie sind sich sicher, dass dadurch das Viertel in den kommenden Jahren noch mehr an Bedeutung gewinnen wird.

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