Autofahrer geht mit Schere und Pfefferspray auf einen Radler los

Ein bizarrer Revierkampf in Oberföhring zwischen einem Rentner und einem Studenten.
Ralph Hub
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Radfahrer auf einem Radweg in München unterwegs.
Radfahrer auf einem Radweg in München unterwegs. © Frank Leonhardt/dpa

Oberföhring - Der 36-Jährige auf seinem Rad war für den Mann im Kia Sportage ein rotes Tuch. Beide kamen sich am Donnerstagmittag in der Stegmühlstraße in Oberföhring in die Quere. Der Autofahrer, ein 78-Jähriger aus dem Landkreis München, fuhr laut Polizei mit aufheulendem Motor dicht auf und hupte. Dann versuchten Autofahrer und Radler sich gegenseitig auszubremsen, der Revierkampf auf der Straße schaukelte sich hoch.

Rentner geht mit Schere auf Radler los 

Der Kia-Fahrer spuckte schließlich den Radler aus dem heruntergelassenen Seitenfenster an. Beide stoppten, der Streit nahm jetzt so richtig Fahrt auf. Der Student soll dabei auch gegen den SUV getreten haben, ohne das Fahrzeug dabei zu beschädigen, wie Polizeisprecher Christian Drexler sagte. Doch der 78-Jährige war auch so auf 180. Er griff sich aus der Seitenablage seines Autos eine Haushaltsschere und versuchte, auf den Radler einzustechen. Der 36-Jährige wehrte mit dem Fuß ab.

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Radler wird mit Pfefferspray attackiert

Der Autofahrer holte sich eine Dose Pfefferspray aus dem Wagen. Er sprühte laut Polizei mehrmals auf den Radler. Doch der starke Wind verwehte den Pfeffernebel. Passanten, die den Streit beobachteten, verständigten die Polizei. Noch bevor ein Streifenwagen in der Stegmühlstraße eintraf, fuhr der Mann davon. Die Beamten erreichten ihn zu Hause.

Nicht der erste Vorfall: Rentner ist polizeibekannt

Der Kia-Fahrer wurde zu einer Polizeidienststelle gebracht und befragt. Dabei regte sich der Mann so sehr auf, dass er über heftige Schmerzen in der Magengegend klagte. Ein Rettungswagen brachte den Rentner ins Krankenhaus.

Gegen den 78-Jährigen mit der niedrigen Reizschwelle wird wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung, Bedrohung und Nötigung im Straßenverkehr ermittelt. Nicht zum ersten Mal, dass der Mann mit der auffallend kurzen Zündschnur Probleme mit der Polizei hat. Bereits 2020 war nach einem ähnlichen Vorfall gegen ihn wegen Beleidigung und versuchter gefährlicher Körperverletzung ermittelt worden.

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18 Kommentare
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  • loewenhund am 04.02.2023 13:44 Uhr / Bewertung:

    der gehört nicht ins krankenhaus sondern in die psychiatrie nach haar und weg mit dem führerschein

  • Dr. Right am 04.02.2023 13:10 Uhr / Bewertung:

    Ist jemand, der sich offenbar emotional kein bisschen unter Kontrolle hat und zu heftigen Kurzschlussreaktionen neigt, überhaupt fahrtauglich? Ärgern ist das eine, ein Auftritt mit Schere und Pfefferspray nochmal was ganz anderes. Diese Fahrerlaubnis sollte nach meiner Meinung bis auf Weiteres eingezogen werden, Taxi fahren wird ihm und seiner Umwelt gut tun.

  • armesmünchen am 04.02.2023 11:39 Uhr / Bewertung:

    Den Herrn würde ich gerne mal auf dem Strassenabschnitt Nymphenburgerstrasse zwischen Landshuter Allee und Maillingerstr. erleben, Rewe, DM, LIDL und die chaotischen Fahrradfahrer, Ausfahrten/Einfahren, die Entgegenderrichtungfahrenden…. Da hätten wir Kirmes.

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