Radl-Shuttle auf der Lindwurmstraße

Fahrradkolonne auf der Lindwurmstraße? Dabei handelt es sich um ein Projekt von Green City. Die Organisation will dabei nicht nur etwas Gutes für die Umwelt tun, sondern auch den Platzverbrauch verdeutlichen.
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Auf der Lindwurmstraße gibt es jeden Morgen ein Radl-Shuttle.
Green City e.V./ Michaila Kühnemann 2 Auf der Lindwurmstraße gibt es jeden Morgen ein Radl-Shuttle.
Auf der Lindwurmstraße gibt es jeden Morgen ein Radl-Shuttle.
Green City e.V./ Michaila Kühnemann 2 Auf der Lindwurmstraße gibt es jeden Morgen ein Radl-Shuttle.

München - München als Radlhauptstadt? Laut einer Umfrage der ADFC ist dies nicht ganz der Fall. Die Green City e.V. möchte mit einem Projekt das Fahrradfahren in der Landeshauptstadt attraktiver machen.

 

Radl-Shuttle auf der Lindwurmstraße

Dazu treffen sich die Münchner seit einer Woche jeden Morgen auf der Lindwurmstraße, um einen Radl-Shuttle zu bilden. Wenn sich genug Teilnehmer finden, dann dürfen die Radler gemäß Paragraphen 27 und 2(4) der Straßenverkehrsordnung als „geschlossener Verband“ auf der Straße fahren. Im Klartext heißt das, dass sie eine der beiden Autospuren belegen dürfen, statt den Radweg benutzen zu müssen. Hierfür sind mindestens 16 Radfahrer notwendig. Bisher betrug die Teilnehmerzahl rund 30 bis 40 Personen.

„Laufend stoßen neue Münchnerinnen und Münchner dazu. Andere nutzen täglich die Möglichkeit und man kennt sich mittlerweile", sagt Andreas Schuster, Mobilitäts-Experte bei Green City e.V.  Besonders freut Schuster, dass auch die Autofahrer das Radl-Shuttle gelassen aufnehmen: „Da wir auf der rechten Spur fahren, können Autos problemlos überholen. Damit haben wir eines unserer Ziele erreicht: Keine anderen Verkehrsteilnehmer zu blockieren, sondern Teil des fließenden Verkehrs zu sein“.

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Platzverbrauch: Fahrrad versus Auto

Ein weiteres Ziel von Green City ist es, den Platzverbrauch zu verdeutlichen und damit eine Diskussion anzuregen, welchem Verkehrsteilnehmer wie viel Raum zur Verfügung steht. Gemäß einer Pressemitteilung der Organisation benötigt das Radl-Shuttle mit seinen 30 bis 40 Teilnehmenden ungefähr so viel Platz wie sechs bis acht Autos, in denen in der Regel nur je eine Person sitzt. Es müssten sich allerdings fünf Personen in jedem Pkw befinden, um auf gleichem Raum so viele Pendler wie im Radl-Shuttle zu befördern.

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Info

Treffpunkt für das Radl-Shuttle ist jeden Morgen am Startpunkt Stemmerhof um 8.30 Uhr. Falls sich genug Teilnehmer finden, fahren die Radler gemeinsam Richtung Innenstadt zum Sendlinger Tor. Der „Radl-Shuttle“ ist eine Aktion der Kampagne #MucOhneMief, mit der sich Green City für eine neue Verkehrskultur in München einsetzt.

Weitere Infos finden sich auf der Webseite von Green City.

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