Müll in München: Nun kommen Gelber Sack und Gelbe Tonne

Weil die Wertstoffinseln so unbeliebt sind, testet die Stadt München nun bei einem Pilotprojekt andere Sammelsysteme für Wertstoffe. Im Februar geht es los, noch in diesem Herbst bekommen betroffene Münchner Informationen zugeschickt.
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Kristina Frank, Kommunalreferentin, weiß, dass es um die Wertstoffinseln oft Ärger gibt.
Kristina Frank, Kommunalreferentin, weiß, dass es um die Wertstoffinseln oft Ärger gibt. © imago images/Future Image

München - Es ist für Nicht-Münchner immer wieder eine Überraschung, wie man in dieser Stadt mit Verpackungsmüll umgeht: Statt in die Gelbe Tonne oder in den Gelben Sack kommt die Plastikhülle von Wurst und Käse in einen Container an einer Wertstoffinsel, zu der der Münchner aber erst einmal hinlaufen muss.

Dass das vielen missfällt, weiß auch die Stadtpolitik. Und hat deswegen schon vor geraumer Zeit beschlossen, einen Test mit anderen Sammelsystemen zu unternehmen.

"Gelbe Systeme" in München: Was mit dem Müll künftig passieren soll

Ab Februar 2024 startet der Pilotversuch "Gelbe Systeme" des Abfallwirtschaftsbetriebs. In fünf ausgewählten Testgebieten werden dann Sammelsysteme für Leichtverpackungen getestet. Das wird dann nach dem Testzeitraum wissenschaftlich bewertet und führt vielleicht zu einer Abkehr von der Wertstoffinsel in der Stadt.

Wertstoffinseln sind in der Stadt nicht beliebt. Deshalb sollen nun Alternativen getestet werden.
Wertstoffinseln sind in der Stadt nicht beliebt. Deshalb sollen nun Alternativen getestet werden. © imago images/Sven Simon

Aber diese Schlussfolgerung ist vielleicht ein bisschen voreilig. Nun geht es ja erst einmal los. Wie das Kommunalreferat am Donnerstag mitteilt, wurden die Testgebiete so ausgewählt, dass eine wissenschaftliche Auswertung möglich ist.

Kommunalreferentin Kristina Frank (CSU): "Der AWM möchte den Münchnern das bestmögliche Sammelsystem anbieten. Daher brauchen wir vorab diesen Pilotversuch, um die Situation in München sorgfältig analysieren zu können."

Auch eine Wertstofftonne wird getestet – was ist der Unterschied zur Gelben Tonne?

Der Test geschieht in Zusammenarbeit mit dem Dualen System, also Firmen, die derzeit schon mit der Entsorgung von Leichtverpackungen beauftragt sind: Wittmann und Remondis.

So schauen die Testgebiete aus: In Schwabing Mitte wird die Gelbe Tonne von Wittmann getestet, in Allach von Remondis. Im Westend/Schwanthalerhöhe probieren Anwohner die Wertstofftonne von Remondis aus. Der Unterschied zur Gelben Tonne ist, dass hier alle Wertstoffe hineindürfen, egal ob Verpackung oder nicht. Also auch die Quietsche-Badeente.

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Im November wird informiert, wann die Gelben Tonnen nach München kommen

Eine weitere Wertstofftonne wird in Solln getestet, hier arbeiten Remondis und der Abfallwirtschaftsbetrieb zusammen. Als letztes Gebiet gibt es noch das Lehel. Hier wird Wittmann die Anwohner den Gelben Sack ausprobieren lassen.

Wie geht es nun weiter? Alle Haushalte, die von dem Pilotversuch betroffen sind, bekommen im November ein Informationsschreiben. In diesem ist dargelegt, wann die Tonnen geliefert werden – beziehungsweise, die Gelben Säcke verteilt. Außerdem wird es für die betroffenen Münchner einen direkten Ansprechpartner beim AWM geben.

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65 Kommentare
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  • Gelegenheitsleserin am 11.10.2023 12:05 Uhr / Bewertung:

    Komisch - überall, wo ich schon gewohnt habe oder wo Freunde von mir wohnen, klappt das mit den gelben Säcken ganz gut. Warum sollte es in München nicht funktionieren?

  • meingottwalter am 07.10.2023 10:44 Uhr / Bewertung:

    Jeder muss den Abfall vor seiner Tür entsorgen. Vielleicht wird dann auch besser aufgepasst. Nicht so einen Saustall wie vor den Wertstoffinseln.

  • Gelegenheitsleserin am 10.10.2023 19:18 Uhr / Bewertung:
    Antwort auf Kommentar von meingottwalter

    "Jeder muss den Abfall vor seiner Tür entsorgen."
    Das ist ja eine interessante Idee .... Wie würden Sie denn z.B. Plastikmüll vor Ihrer Tür entsorgen?

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