Diesen Geldwäscher sucht die Polizei in ganz Bayern

Die Polizei sucht einen Mann mit einem auffallenden Muttermal und vielen falschen Identitäten. Er hat eine Reihe von Scheinkonten eröffnet.
Ralph Hub
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Dieser Mann wird wegen Geldwäsche gesucht.
Dieser Mann wird wegen Geldwäsche gesucht. © Polizei

München - Der echte Name des Mannes, den die Polizei in ganz Bayern sucht, ist nicht bekannt. Er dürfte mehr als ein Dutzend Alias-Identitäten haben, mit denen er sich mit Hilfe gefälschter Papiere bei verschiedenen Banken eine Reihe von Scheinkonten erschlich.

Für das elektronische Video-Identifizierungsverfahren bei Banken hielt der Mann immer wieder falsche Ausweise in die Kamera. Deshalb haben die Fahnder eine Reihe erstklassiger Fotos. Sie zeigen allesamt einen Mann mittleren Alters in wechselnder Bekleidung, aufgenommen offenbar in dessen Privatwohnung.

Mann mit Muttermahl gesucht

Auffallend an dem Unbekannten ist ein großes Muttermal auf der Stirn. Die Staatsanwaltschaft München I, die die bayernweiten Ermittlungen leitet, veröffentlichte mit richterlicher Zustimmung am Dienstag mehrere Fotos des Gesuchten. Wer den Mann kennt, wird gebeten, sich bei der Polizei in München zu melden: Telefon 089/29100.

Der Verdächtige nahm zwischen dem 6. Dezember 2022 und dem 16. Januar 2023 Kontakt zu verschiedenen Banken auf, besonders häufig suchte er sich die Hypovereinsbank in München aus, aber auch die Commerzbank und andere Geldinstitute. Die Personalpapiere, die er dabei verwendete, stammten offenbar aus Spanien.

Insgesamt 16 Konten für große Geldtransfers

Mit Hilfe dieser erfundenen Identitäten eröffnete der mutmaßliche Geldwäscher 16 Konten bei Banken in München, Augsburg und Passau, in Berlin sowie in Köln und weiteren Städten. Über die Konten transferierte er anschließend an unbekannte dritte Personen immer wieder Geldbeträge, so ein Polizeisprecher am Dienstag.

Es handelt sich dabei um Summen aus verschiedenen Betrugsdelikten. Geschädigt wurden nach Polizeiangaben mindestens 30 Personen. Die Fahnder gehen von einem Gesamtschaden von 50.000 Euro aus.

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Die Staatsanwaltschaft München bezichtigt den gesuchten Verdächtigen der vorsätzlichen Geldwäsche in mehreren Fällen und des Veränderns von amtlichen Ausweisen. Die weiteren Ermittlungen hat das Kommissariat K 75, zuständig für Wirtschaftskriminalität, übernommen.

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