Altmünchner Wirtshaus: Weinhaus Neuner bekommt Denkmalpreis 2017

München - Das Weinhaus Neuner in der Herzogspitalstraße ist ein seltenes Relikt in Altstadt: eine altmünchner Gaststätte, die seit 150 Jahren gehobene Gastlichkeit pflegt, vom Krieg und allen Modernisierungswellen verschont geblieben – und von Anfang an in der Hand einer seit 1825 hier verwurzelten Familie ist. Jetzt ist das geschichtsträchtige Haus mit dem Denkmalpreis 2017 ausgezeichnet worden.
Grund ist die sorgfältige Restaurierung der aus dem ausgehenden 19. Jahrhundert erhaltenen Ausstattung der Gaststätte mit ihrer wertvollen Wandvertäfelung und Möblierung im Stil der Neugotik. In den erhaltenen Keller-Gewölben wurde bereits im 15. Jahrhundert der Wein für den Hof des bayerischen Herzogs gelagert.
Jetzt hat die Familie Neuner den Denkmalpreis 2017 der Baudenkmal-Stiftung München vom Vorsitzenden Franz Graf Stillfried und Stadtrat Walter Zöller (CSU) anlässlich des Festaktes zur Verleihung des Münchner Fassadenpreises (AZ berichtete) im Festsaal des Alten Rathauses verliehen bekommen.
Mit einer "Lobenden Erwähnung" geehrt wurde auch die ebenfalls vorbildhafte Renovierung des Hildebrandhauses in Maria-Theresia-Straße 23, in dem die Monacensia-Sammlung untergebracht ist.
Die Baudenkmal-Stiftung München ist eine Treuhandstiftung der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD). Sie verleiht den Denkmalpreis seit 2001 für die beispielhafte Erhaltung und Restaurierung von Denkmalen unter besonderer Berücksichtigung der noch erhaltenen Innenausstattung.
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