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Mit dem 49-Euro-Ticket zum Trekking und Campen im Frankenwald

Wohin mit dem Deutschlandticket? In unserer AZ-Ferienserie zeigen wir, welche Ziele sich lohnen.
Sophie Anfang |
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Inmitten von dichtem Wald blitzen die Zelte des Trekkingcamps an der Thüringer Warte hervor.
Inmitten von dichtem Wald blitzen die Zelte des Trekkingcamps an der Thüringer Warte hervor. © Sophie Anfang

München - Für einen Tagesausflug ist das nördliche Franken zu weit. Aber für ein Mini-Abenteuer übers Wochenende ist die Frankenwald-Region ein lohnenswertes Ziel. Dort haben die Bayerischen Staatsforsten 2019 Trekking-Camps eingerichtet.

Versteckte Zeltplätze im Wald

Wildcampen ist in Deutschland verboten. Durch die Camps kann man aber das Erlebnis zumindest ein bisschen nachfühlen. Die Zeltplätze liegen versteckt im Wald und müssen vorab gebucht werden. Pro Zeltplatz (auf die Ein- bis Dreipersonenzelte passen) zahlt man im Frankenwald 15 Euro. Wer gebucht hat, bekommt den genauen Standort als GPS-Koordinaten per Mail zugeschickt.

Anreise mit dem Auto ist gar nicht möglich

Eine Nacht darf man bleiben, die Plätze bieten eine gemeinsame Feuerstelle, ein Kompostklo, Brauchwasser und sogar eine Getränkekiste mit Vertrauenskasse. Sechs Zeltplätze gibt es in der Region. Weil sie ohnehin nicht per Auto angefahren werden können, eignet sich die Anreise mit der Bahn sogar besonders gut.

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Aussichtsturm Ratzinger Höhe

Wer das Trekking und Campen mit deutsch-deutscher Geschichte verbinden will, bucht sich im Trekkingcamp Thüringer Warte ein. Dieses liegt in unmittelbarer Nähe zum 26,5 Meter hohen Aussichtsturm Ratzinger Höhe, der am damaligen Tag der Deutschen Einheit, am 17. Juni 1963, eröffnet wurde und während des Kalten Krieges viele prominente Polit-Gäste hatte – blickte man doch von ihm bis weit in die DDR hinüber.

Noch heute ist die Aussicht von dort oben schön und auch der Zeltplatz ist formidabel gelegen. Vom Lagerfeuer aus schaut man auf Thüringen und die untergehende Sonne.

So gelangt man zum Camp

Das Camp erreicht man zum Beispiel von Bahnhof Ludwigsstadt in vier Stunden, indem man dem Burgenweg nach Lauenstein folgt (hier lohnt sich ein Besuch der gleichnamigen Burg). Danach orientiert man sich bis zur Thüringer Warte an den Wegweisern des Märchenwegs und des Frankenwald Steigla Wetzsteinmacher-Weg.

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Die Dürre hat Spuren hinterlassen

Wer weniger weit laufen will: Von Ludwigsstadt aus fährt auch ein Bus bis nach Lauenstein. Ehrlicherweise sei angemerkt, dass der dürre Sommer im vergangenen Jahr Spuren im Frankenwald hinterlassen hat. Wanderer müssen damit rechnen, neben Blühwiesen und dichtem Wald auch Hänge mit Windbruch zu sehen.

Die Route

Trekkingcamps buchbar über trekking-bayern.de. Ludwigsstadt erreicht man in 4,5 Stunden mit Umstieg in Nürnberg. Zunächst mit dem RE 1 nach Nürnberg Hbf, dann weiter mit dem RE 42 in Richtung Leipzig bis Ludwigsstadt. Wer nicht so lange laufen will, nimmt von hier aus den Bus 72 Richtung Steinbach a.d.H., aussteigen in Lauenstein Oberes Dorf.

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