Promi Big Brother: Ben Tewaag ist der neue Container-König
Ein illustrer Titel, ein hübscher Pokal und 100.000 Euro, darum ging es im Finale von "Promi Big Brother" am Freitagabend. Nach und nach mussten die verbliebenen fünf Promi-Bewohner das Haus verlassen, bevor zuletzt mit Ben Tewaag der Sieger der diesjährigen Staffel feststand.
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Schlagende Argumente hat Ex-"Bachelor"-Kandidatin Jessica Paszka (26) durchaus, im Finale der diesjährigen "Promi Big Brother"-Staffel konnte das inoffizielle Container-Bunny damit aber nicht wirklich punkten. Oft recht hemmungslos präsentierte sich die Tochter polnischer Eltern in den vergangenen zwei Wochen im deutschen TV, für den Sieg allerdings offensichtlich nicht hemmungslos genug. Sie musste als erste Finalteilnehmerin den Container verlassen.
Höhepunkte, Tiefpunkte und Tränen bei Promi Big Brother
Zuvor hatte sie jedoch wie die anderen vier Insassen noch ihre Lebenslinie für die Kamera aufgezeichnet und Höhe- sowie Tiefpunkte aus ihrer Vergangenheit geteilt. In ihrer Jugend war Paszka nach eigenen Angaben "ein Engel". Mancher kann das nach ihrer Vorstellung im Haus vielleicht nicht ganz glauben. Die bewegteste Vergangenheit schien neben Natascha Ochsenknecht (52) vor allem Ben Tewaag (40) zu haben, der vor allem durch die Absetzung seiner "Freakshow" bei MTV, seine Zeit im Gefängnis und durch die Trennung von einem "tollen Mädchen" in tiefe Löcher fiel. "Das Leben besteht aus Fehlern", erklärte er und gab zu: "Ja, es gibt mehr als nur 'ne Handvoll Momente, die ich rückgängig machen würde beziehungsweise über die ich überhaupt nicht stolz bin."
Ochsenknecht schätzte ihre Situation im Haus vollkommen richtig ein, als sie ihre sieben Sachen schulterte, noch bevor die Entscheidung vom "Big Brother" ausgesprochen wurde. Dabei hatte sie sich zuvor den Sieg doch so sehr gewünscht. "Es wäre genau jetzt mal an der Zeit, dass ich etwas gewinne, um mir zu beweisen, dass ich den richtigen Weg eingeschlagen habe", erklärte sie SAT.1. Dafür wurde Ochsenknecht von ihrer Tochter Cheyenne im Studio überschwänglich empfangen. Diese nutzte frech die Gelegenheit, um ihrer Mutter eine Hiobsbotschaft mitzuteilen: "Mama, ich hab ein Tattoo". Böse sein konnte ihr Mutti da vor laufender Kamera natürlich nicht.
Warum verdienst Du die 100.000 Euro?
"Ich glaube meine Fans wissen, was sie zu tun haben", erklärte Ex-Fußballprofi Mario Basler (47) gewohnt lässig gegenüber SAT.1, bevor es ins Finale ging. Genau diese Haltung und seine oft frech-lockeren Kommentare machten den Kettenraucher für viele Zuschauer zum absoluten Favoriten auf den Titel. Dem Publikum sollten die drei übrigen Kandidaten im Finale näher bringen, warum sie die 100.000 Euro Preisgeld verdient haben. "Das weiß ich doch nicht. Ich bin froh, wenn ich 'ne Dusche hab, meine Klamotten und 'nen Wodka Lemon", feixte Basler ein weiteres Mal. Zur Überraschung vieler konnte er sich aber nur den dritten Platz sichern. Im Studio bekam er wenigstens seinen Wodka Lemon.
Zur Belustigung des Publikums mussten Tewaag und Lugner noch einmal in zwei Duelle. Zum einen sollten sie verkleidet als Raupen ein Rennen robben, zum anderen mussten sie mit den Zungen Wörter erfühlen.
Das echte Ex-Bunny Cathy Lugner (26) wollte der Öffentlichkeit die "ungeschminkte Wahrheit" zeigen und das kam auch sehr gut bei den Zuschauern an. Die Frau von Baulöwe Richard "Mörtel" Lugner (83) schaffte es schließlich mit Tewaag unter die letzten zwei. "Ich würde mich sehr freuen zu gewinnen, weil ich noch nie etwas gewonnen habe, noch nicht mal eine banale Siegerurkunde beim Sportfest", erklärte Lugner vor dem Finale. Und dabei bleibt es vorerst leider auch.
Für Tewaag war "Promi Big Brother" ebenfalls eine erfolgreiche Unternehmung - nicht nur, weil er die 100.000 Euro mit nach Hause nimmt. Im Gegensatz zum sonst so düster gezeichneten Bild von ihm konnte er Deutschland zeigen, dass weit mehr in ihm steckt, als das, was so mancher von ihm vor der Show gedacht hatte. Harte Schale, weicher Kern? So wie noch vor wenigen Wochen dürften ihn nun viele Menschen zumindest nicht mehr sehen. Auch bei "Promi Big Brother" gibt es nun einmal nicht nur Schwarz-Weiß.
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