Netflix streicht Prince-Dokumentation

Zu dramatische Inszenierung und ein Verstoß gegen Vereinbarungen: Der Prince-Nachlass ließ die Arbeit an einer Netflix-Dokumentation stoppen und verkündete, dass sein Vermächtnis wieder "frei" für neue Projekte sei.
(rho/spot) |
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Das Leben von Sänger Prince sollte in einer Dokumentation gezeigt werden.
Das Leben von Sänger Prince sollte in einer Dokumentation gezeigt werden. © imago/ANP

Mehr als vier Jahre hatte Regisseur Ezra Edelman (50) an der Dokumentation über den Sänger Prince (1958-2016) gearbeitet. Nun hat Netflix die Veröffentlichung einer sechsteiligen Doku laut Branchendienst "Variety" endgültig gestrichen.

"Das Prince Estate und Netflix sind zu einer gegenseitigen Übereinkunft gekommen, die es dem Nachlass erlaubt, eine neue Dokumentation mit exklusiven Inhalten aus dem Prince-Archiv zu entwickeln und zu produzieren", teilte Netflix in einem Statement gegenüber Variety mit. "Daher wird die Netflix-Dokumentation nicht veröffentlicht."

Nach Bekanntwerden dieser Nachricht veröffentlichten die Hinterbliebenen von Prince ein Video auf X mit den Worten: "Der Tresor wurde freigegeben" und dem Hashtag "#free".

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Sachliche Ungenauigkeit und Sensationslust

Vertreter des Nachlasses des an einer Überdosis Opioide verstorbenen Musikers hatten zuvor behauptet, eine erste Fassung enthalte "dramatische" sachliche Ungenauigkeiten und "sensationslüsterne" Darstellungen bestimmter Ereignisse aus seinem Leben, so Quellen aus dem Umfeld.

Regisseur Edelman erhielt umfassenden Zugang zu den Archiven von Prince für eine vereinbarte insgesamt sechsstündige Serie. Stattdessen soll er neun Stunden Filmmaterial geliefert haben, ein Verstoß gegen die Vereinbarung, der es dem Nachlass vermutlich ermöglichte, die Rechte zurückzuhalten.

In der Doku sollen beispielsweise die Ex-Freundinnen von Prince vorgekommen sein, die ihn des körperlichen und emotionalen Missbrauchs beschuldigten, hieß es bereits in einem Bericht der "New York Times" im September. Die Doku behandle seinen Werdegang in Bezug auf künstlerisches Schaffen als auch auf seine persönlichen Beziehungen, mit Berichten über seine eigene von Missbrauch geprägte Kindheit und die Vernachlässigung seiner jungen Frau Mayte Garcia (51), nachdem das Paar ein Kind verloren hatte.

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