Zitate: So sprach Löwen-Boss Schneider
Planegg – Bei seiner Ansprache am Montagabend zu Beginn der Delegiertenversammlung in der Heide Volm in Planegg machte Löwen-Präsident Dieter Schneider die komplizierte Situation des TSV 1860 München unmissverständlich klar.
Auszüge aus der Rede von Dieter Schneider:
„Wenn ich einmal einen derartigen Vertrag abgeschlossen habe, und mich zu gewissem Kompromissen durchgerungen habe, dann muss ich in der Folge dazu stehen. Ein derartiger Vertrag ist die absolute Grundlage für die künftige Zusammenarbeit. Und eben nicht nur die Ausgangsbasis, um in der Folge all das, was ich in den regulären Verhandlungen nicht erreicht habe, jetzt nachzuverhandeln.“
„Es darf nicht der Eindruck entstehen, wir würden den Investor quasi als Melkkuh missbrauchen, gerne sein Geld nehmen, aber ansonsten nicht mitbestimmen lassen wollen.“
„Genau die Rechte, die uns per Vertrag und per Satzung zustehen, sollen nach den Vorstellungen des Investors teilweise außer Kraft gesetzt werden.“
„Nun ist es ohnehin so, dass wir in den letzten Monaten seit Vertragsunterzeichnung unsere Kontrollfunktion nicht mehr wahrnehmen können, mangels Informationen. Erst Ende September hat der Geschäftsführer dem e.V.-Aufsichtsrat erstmal wieder ein Budget für die laufende Saison präsentiert, allerdings ohne vorherige Tischvorlage. Auch nach der Sitzung wurden uns dazu keinerlei Unterlagen vom Geschäftsführer zur Verfügung gestellt.“
„Am 31. Oktober musste die Geschäftsführung im Rahmen der 'Bestätigung der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit' die aktuellen Zahlen mit Erklärung an die DFL übermitteln. Erst im Nachhinein und auf Anforderung vom 2. November haben wir dieses Zahlenwerk erhalten. Wie soll man da seiner Mitwirkungs-, und im Ernstfall Kontrollpflicht, nachkommen können?“
„Ich bedauere, dass diese Themen in den letzten Tagen – rein zufällig natürlich – so in die Medien getragen wurden, dass ich jetzt von Vereinsseite aus öffentlich reagieren muss, um den Verein zu schützen.“
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