Wutrede vom FCK-Boss vor Löwen-Spiel: "Dafür steht der Verein nicht!"

1860-Trainer Michael Köllner hofft auf starke Löwen in Lautern. Deren Sportchef Thomas Hengen tobt.
Matthias Eicher
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Thomas Hengen, Sportchef des 1.FC Kaiserslautern.
Thomas Hengen, Sportchef des 1.FC Kaiserslautern. © Neis /Eibner-Pressefoto via www.imago-images.de (www.imago-images.de)

München - Löwen, das muss leichter von der Hand gehen: Nach dem glücklichen 1:1 im Derby gegen Türkgücü und vor dem Auswärtsspiel des TSV 1860 beim 1. FC Kaiserslautern am Samstag (14 Uhr im AZ-Liveticker) mahnte Trainer Michael Köllner an: "Wir können sicher besser spielen. Aber ich bin optimistisch, dass wir da Woche für Woche voran kommen." Jammern auf ganz hohem Niveau, denn: Bei den Roten Teufeln schaut es ganz anders aus.

Hengen: "Die Mannschaft muss eine Reaktion zeigen"

Nach dem bösen 0:4 der Lauterer am Wochenende beim neuen Tabellenführer Viktoria 1889 Berlin brach es aus Sportchef Thomas Hengen heraus - und zwar gewaltig. "So, wie das am Sonntag abgelaufen ist, darf es auf keinen Fall noch einmal passieren. Dafür steht der Verein nicht. Dafür stehen wir auch nicht", tobte Hengen in der "Rheinpfalz": "Die Mannschaft muss eine Reaktion zeigen."

Und zwar gegen Sechzig, sonst droht aus Sicht der Pfälzer ein ebenso klares Resultat wie beim 3:0-Sieg der Blauen im Hinspiel der Vorsaison (Tore: Richard Neudecker, ein Doppelpack von Phillipp Steinhart) sowie im Rückspiel mit demselben Ergebnis (Neudecker, Doppelpack von Sascha Mölders). Hengen hatte aber noch nicht fertig.

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Nach dem schwächsten Drittliga-Auftakt der Vereinsgeschichte (1 Punkt, 0:5 Tore) kritisierte der 46-Jährige: "Vielleicht war der eine oder andere nun wieder in der Wohlfühloase. Die Vorbereitung lief glatt, das Umfeld war wieder positiv." Die alte Floskel von Otto Rehhagel, dass die Wahrheit auf dem Platz liege, habe gerade jetzt Gültigkeit: "Und auf dem Platz ist der Job zu erledigen, sonst nirgends. Nicht mit dem Mund, nicht am Mikrofon, nicht im Internet."

Ob Köllner die Präsenz mancher Kicker in den Sozialen Medien missfällt, ist nicht überliefert. Auf dem Rasen soll aber auch in den eigenen Reihen die geforderte Steigerung her: "Die Spieler haben schon selbst einen hohen Anspruch an sich. Man muss ihnen Ruhe und Vertrauen geben, dann explodieren sie auf dem, Platz. " Wer wohl zuerst zündet?

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