"Wettbewerbsverzerrung!"
Nach der Pleite seiner Cottbuser attackierte Trainer Wollitz 1860 mit scharfen Worten
MÜNCHEN Natürlich war Pele Wollitz angefressen vom Spiel seiner Mannschaft. Energie Cottbus war bei den Löwen 0:4 untergegangen, „wir waren der richtige Gegner für deren wunderbaren Tag”, sagte der Cottbus-Trainer. Doch sein Zorn richtete sich nicht gegen die eigene Elf, sondern den Umgang der Löwen mit deren Investoren-Besuch. „Ich dachte immer, der Fußball steht im Mittelpunkt, aber da habe ich mich hier wohl getäuscht. Dieses ganze Theater ist nicht gut für die Liga. Es ist für mich peinlich, wenn vor einem Spiel nur über diesen Investor gesprochen wird.”
Und dann griff Wollitz die Löwen auch noch für deren Finanzlage an. „Wenn man einen Benny Lauth nicht bezahlen kann, dann darf man ihn auch nicht holen. Es ist Wettbewerbsverzerrung, wenn dann keine Strafen folgen. 1860 darf immer wieder nachlizenzieren. Da frage ich mich mich, ob so etwas innerhalb der Liga gerecht ist. Ich hoffe, 1860 lebt in den nächsten Jahren nicht über den Verhältnissen und gibt nicht mehr aus, als man einnehmen kann.”
Löwen-Präsident Schneider zeigte wenig Verständnis: „Ich habe nicht das Gefühl, dass wir von der DFL irgendwie bevorzugt werden."