Schmidt auf Spionage-Tour
Der Trainer beobachtet St. Pauli. Härtestest am Samstag gegen Bayer.
München -Alexander Schmidt hatte es eilig. Der Löwen-Trainer musste am Freitag schnell zum Flughafen, damit er seinen Flieger nach Hamburg noch rechtzeitig erreichte. Der Grund: Schmidt schaute sich am Abend, eine Woche vor dem Saisonstart der 2. Liga, den Auftaktgegner seiner Mannschaft aus nächster Nähe an. Der FC St. Pauli empfing am heimischen Millerntor den türkischen Erstligisten Besiktas Istanbul zur Generalprobe. Schmidt auf Spionage-Tour!
„Ich will mir jetzt einfach selbst noch einmal ein abschließendes Bild machen, schauen, wie sie spielen”, sagt Schmidt, der nach seinen Erkenntnissen dann wahrscheinlich auch die Startaufstellung der Löwen in ihrer Generalprobe am Samstag gegen Bayer Leverkusen auswählen wird. Anstoß der Partie gegen die Werkself ist um 15 Uhr in Zell am See in Österreich.
„Mit unserem Stand in der Vorbereitung bin ich bislang sehr zufrieden, wir sind unheimlich gut eingespielt”, zieht Schmidt ein positives Fazit. „Gegen Leverkusen will ich jetzt noch einmal sehen, wie jeder drauf ist und dass unsere Automatismen im Spiel greifen.”
Wenn alles gut läuft, wird der Löwen-Trainer in einer Woche auf St. Pauli auch wieder auf Linksverteidiger Sebastian Hertner zurückgreifen können. Der Neuzugang vom FC Schalke 04 musste in den vergangenen Tagen wegen einer Zerrung pausieren, ist aber schon wieder schmerzfrei. „Ich bin zuversichtlich, dass das bis nächsten Freitag klappt”, meint Schmidt, der vor allem für die zwei Positionen im Sturm die Qual der Wahl hat.
„Ich habe mit Friend, Hain, Lauth und Wood vier richtig gute Spieler. Sie machen mir die Entscheidung wirklich nicht einfach.” Die Tendenz jedoch: Friend und Hain werden spielen.