Profi-Vertrag für Fröhling bis Sommer - ohne Option

Bundesliga-Vertrag für Torsten Fröhling: Der Trainer des TSV 1860 hat einen neuen Vertrag. Was immer Sommer wird, hängt von den nächsten Wochen ab.
Marc Merten |
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Torsten Fröhling und Gerhard Poschner beim Testspiel des TSV 1860 gegen Rubin Kazan.
sampics Torsten Fröhling und Gerhard Poschner beim Testspiel des TSV 1860 gegen Rubin Kazan.

München - Seit gut sechs Wochen ist Torsten Fröhling der Heilsbringer beim TSV 1860. Jetzt ist er es auch offiziell. Der 48-Jährige hat endlich einen Vertrag als Profi-Trainer der Löwen unterschrieben. Das bestätigte Fröhling der AZ am Rande des Testspiels gegen Rubin Kazan (1:1). „Ich habe jetzt bis zum 30. Juni 2015 einen Bundesliga-Vertrag. So, wie es abgesprochen war“, erklärte Fröhling.

Fröhling, die letzte Hoffnung der Löwen auf die Rettung. Als er am 17. Februar das Amt von Markus von Ahlen übernahm, wirkte alles noch ziemlich improvisiert. Fröhling winkte ab, er brauche keinen neuen Vertrag, um sich als Profi-Trainer zu fühlen. Sportchef Gerhard Poschner stieß ihn mit dem Ellenbogen in die Seite und versicherte, man werde sich schon einigen.

Das ist nun geschehen. Fröhling hat einen neuen Kontrakt mit verbesserten Bezügen, denen eines Zweitliga-Trainers angemessen. Aber: „Es gibt keine Option“, erklärte Fröhling. Heißt: Der Vertrag läuft bis zum Ende der Saison – egal, wie sie ausgeht. Ob Abstieg oder Klassenerhalt, über eine mögliche Verlängerung wird erst dann gesprochen, wenn klar ist, in welcher Liga 1860 in der nächsten Spielzeit mitmischen wird. „Jetzt den Job erfüllen bis Sommer, das ist das einzige, was zählt“, so der Chefcoach.

Und dieser Job heißt: Klassenerhalt. Mit acht Punkten aus fünf Spielen geht der Trend zumindest in Sachen Punkte bereits in die richtige Richtung. Auch, wenn das Spiel gegen den VfR Aalen spielerisch ein enormer Rückschritt war. Am Ostersonntag gegen Erzgebirge Aue könnten die Löwen mit einem Dreier bereits eine Art Vorentscheidung in Sachen Rettung landen.

Dafür war das Testspiel gegen Rubin Kazan am Samstag in Heimstetten ein weiteres, wichtiges Mosaiksteinchen. Das 1:1 (1:0) gegen den russischen Meister von 2008 und 2009 zeigte nicht nur, dass Torschütze Rodri in der Sturmspitze der erhoffte Knipser-Ersatz für Rubin Okotie sein könnte. Er zeigte auch, wohin sich die Löwen spielerisch unter Fröhling entwickeln wollen.

„Es wurde immer gefragt: Wer soll außer Rubin die Tore machen?“, sagte Fröhling. „Jetzt zeigt sich: Die Tore, die wir machen, sind gut rausgespielt. Das sind keine Zufallsprodukte. Das ist mir wichtig. Wir haben gegen Kazan so gut gespielt, dass die irgendwann keine Lust mehr hatten hinterher zu laufen.“

So will Fröhling in einer Woche auch Aue knacken. Damit es mit dem Klassenerhalt klappt. Und damit es mit einer Vertragsverlängerung klappt. Wenn nicht? Mit dieser Frage will sich Fröhling nicht befassen. Er weiß zwar: „Der alte U21-Vertrag ist nicht hinfällig und gilt immer noch. Das ist jetzt ein Zusatzvertrag für die Zeit bis zum Sommer.“ Wie viel sein U21-Vertrag im Falle eines Klassenerhalts aber noch wert wäre, will er lieber nicht rausfinden.

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