Löwen-Coach Möhlmann deutet Abgang bei Abstieg an

Wochenlang schweigt Trainer Benno Möhlmann über eine mögliche Zukunft bei den Sechzgern. Dann spricht er dazu mitten in der Krise. Seine Aussage lässt wohl nur einen Schluss zu.
PM |
X
Sie haben den Artikel der Merkliste hinzugefügt.
zur Merkliste
Merken
0  Kommentare
lädt ... nicht eingeloggt
Teilen  AZ bei Google News
Benno Möhlmann kam im Oktober an die Grünwalder Straße. Nach einem halben Jahr war auch für ihn Schluss.
dpa Benno Möhlmann kam im Oktober an die Grünwalder Straße. Nach einem halben Jahr war auch für ihn Schluss.

München – Verlässt Cheftrainer Benno Möhlmann die wankenden Löwen zum Saisonende? Im Gespräch mit dem „Bayerischen Rundfunk“ sagte der 61-Jährige nach dem 1:2 beim MSV Duisburg auf die Frage nach seiner beruflichen Zukunft im Falle eines Abstieges aus der 2. Liga: „Ich bin dann mit abgestiegen. Ich weiß nicht, ob es noch Sinn macht, dass ich dann weiter hier arbeite.“

Das Statement kommt gemessen an der Situation des TSV 1860 zu einer gefühlten Unzeit. Die Löwen sind nach der Pleite am Freitagabend beim Tabellenletzten auf Platz 17 abgerutscht, holten nur einen einzigen Punkt aus den vergangenen fünf Spielen.

Möhlmann kam im Oktober an die Grünwalder Straße, erarbeitete sich mit den Sechzgern seither im Schnitt 1,05 Punkte pro Spiel – eine überschaubare Quote. Zuletzt fiel er öffentlich immer wieder durch offensiv kritische Äußerungen über seine Mannschaft auf. Ihm fehle der Zusammenhalt, meinte er einmal. Das andere Mal sagte er, dass er nicht zu 100 Prozent eine Mannschaft erkenne.

Auch auf dem Trainingsplatz hatte sich der Ton bei seinen Ansprachen verschärft. Nach der Niederlage in Duisburg wirkte er schließlich konsterniert, erklärte im Interview mit Sky niedergeschlagen: „Man muss schauen, wie man damit umgeht.“ Sein Vertrag in Giesing läuft noch bis Ende Juni.

TSV 1860 erkennt umstrittenes Tor an: „Betrogen!“ - aber kein Einspruch

Nach AZ-Informationen deutet nichts auf einen vorzeitigen Abgang Möhlmanns noch während des Abstiegskampfes hin. Sportchef Oliver Kreuzer erklärte noch am Sonntag im Gespräch mit der AZ, dass er bei Mannschaft und Trainerteam absolut die Einstellung sehe, die Wende schaffen zu wollen. Dennoch deutet mittlerweile vieles daraufhin, dass sich der 50-Jährige ab Sommer einen neuen Trainer suchen muss -, ob Sechzig nun drinbleibt oder nicht.

Lädt
Anmelden oder registrieren

Zum Login
Zu meinen Themen hinzufügen

Hinzufügen
Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten
Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen
Um "Meine AZ" nutzen zu können, müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen.

Zustimmen
 
0 Kommentare
Bitte beachten Sie, dass die Kommentarfunktion unserer Artikel nur 72 Stunden nach Veröffentlichung zur Verfügung steht.
Noch keine Kommentare vorhanden.
merken
Nicht mehr merken
X

Sie haben den Inhalt der Merkliste hinzugefügt.