Kirmaier: Mayrhofer soll zum Psycho-Test

Jetzt wird’s krank: Gerhard Mayrhofer und Heinz Schmidt, der Notvorstand des TSV 1860, sollen zum Psycho-Test wegen angeblichen Wahnvorstellungen und Schizophrenie.
München - Das zumindest fordert Heinz Veauthier, Anwalt von Helmut Kirmaier und treibende Kraft im Streit um die Rechtmäßigkeit der Präsidentschaft Mayrhofers.
Der AZ liegt der Antrag vor, den Veauthier am 29. September 2014 beim Registergericht München eingereicht hat. Darin fordert dieser in Kirmaiers Namen die sofortige Abberufung des amtierenden Notvorstands, da dieser „den Verein in seinem weiteren Bestand“ gefährde.
Unter III.4 heißt es, Mayrhofer und Schmidt glaubten, „dass ausschließlich sie das Präsidium, der gesetzliche Vertreter des Vereins sind, und sich auch in Zukunft unverändert so verhalten und präsentieren wollen“. Dieses Denken offenbare einen „Krankheitswert, denn ein gesunder Menschenverstand kann und würde sich den zwingenden Erkenntnissen aus diesen Rechtstatsachen nicht verschließen“.
Veauthier glaubt Wahnvorstellungen und Schizophrenie ausgemacht zu haben, da Mayrhofer und Schmidt sich zum Notvorstand ernennen ließen, obwohl sie diesen Schritt eigentlich nicht als notwendig erachtet hätten.
Die Kirsche auf der Torte ist der Antrag auf „Einholung eines psychiatrischen Fachgutachtens über die geistige und charakterliche Befähigung der ausgewählten Notvorstände“ Dieses Gutachten erstellen solle die Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie in der Nußbaumstraße – eben jener Ort, an dem Münchner Autofahrer zum Depperltest antanzen müssen.
Müssen nun also auch Mayrhofer und Schmidt zum Depperltest? Die AZ konfrontierte Mayrhofer mit dem Antrag. „Das ist alles absurd“, reagierte dieser mit Unverständnis. „Spätestens jetzt sollte jedem bewusst sein, worum es dieser Bande geht. Sie wollen vorhandene und funktionierende Strukturen zerstören und alte Strukturen wiederherstellen.“
GDL-Streik: Löwen nicht betroffen
Am Donnerstagabend hatte der Bezahlsender sky den ersten Teil der Doku „57, 58, 59, Sechzig“ präsentiert. Sollten sie für den zweiten Teil noch Material suchen, böte dieses Schreiben genug für eine knackige Seifenoper.