Kiraly: Ein Torhüter ist kein Topmodel

„Internationaler Tag der Jogginghose“: der Keeper des TSV 1860 München, Gabor Kiraly, spricht über seine Kult-Klamotten.
Markus Merz |
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Gabor Kiraly, der Keeper mit der Schlabberhose.
sampics/Augenklick Gabor Kiraly, der Keeper mit der Schlabberhose.

Belek - Es ist sein Markenzeichen seit 1996. Damals trug er die graue Schlabberhose bei seinem Stammverein Haladas Szombathely und sie brachte ihm Glück. Also wollte Gabor Kiraly fortan nicht mehr auf sie verzichten. Längst hat er mehr als 200 davon verbraucht. Auch beim Trainingslager in der Türkei hat er fünf mitgebracht. Vier davon im Mannschaftsgepäck, eine führt er immer selbst mit. Falls mal Gepäck verloren geht. Ohne diese Jogginghose kann er nicht mehr. Natürlich auch nicht am internationalen Jogginghosentag, der am Dienstag war.

Wie immer hechtete sich der 37-Jährige, der erst im Herbst seinen Vertrag beim TSV 1860 bis Sommer 2015 verlängert hat (mit der Option bis 2016), ohne Rücksicht auf sein bestes Stück über das grüne Geläuf. Seinen Ausrüster freut’s. Nachschub ordert Kiraly regelmäßig. Und hat längst erste Nachahmer gefunden.

„In Kuwait gibt es einen Torhüter, der sich dieselbe Hose von meinem Ausrüster liefern lässt. Genauso wie mein gelbes 1860-Oberteil.“ Selbst der eigene Sohn ist längst dem Schlabberhosen-Fieber verfallen. Der zehnjährige Matjas will auch nicht mehr darauf verzichten. „Ich habe versucht, ihm eine schwarze Hose anzudrehen. Das hat er aber abgelehnt.“ Ob sein Markenzeichen modisch ist, ist ihm egal. „Ich will nicht wie ein Topmodel aussehen“, hat er mal gesagt. Es geht ihm schlicht um den Komfort. Dabei trägt er die Schlabberhose längst nicht immer, wenn er auf dem Fußballplatz steht. Es kann schon mal vorkommen, dass er beim Warmmachen vor einem Spiel auf die schwarze, wesentlich engere Jogginghose zurückgreift. So auch beim letzten Spiel vor der Winterpause in Frankfurt. Dann verzieht sich Kiraly aber vor seinen Mitspielern in die Kabine und holt sie wieder raus, die graue Schlabberhose.

Einige davon hat Kiraly in den vergangenen Jahren aufgehoben. Hosen, mit denen er in die Champions League spielte oder eine, mit der er mehr als 200 Spiele absolvierte. „Die war am Ende aber ziemlich abgenutzt“, sagt der Ungar. Kein Problem, für Nachschub war immer gesorgt.

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