Jacobacci-Appell: "Bodenständig und demütig bleiben"

1860 München will in der 3. Liga in Köln gewinnen und sich im Klassement weiter verbessern. Vor der Reise ins Rheinland richtete der Coach einen deutlichen Appell an Verein, Fans und Umfeld.
von   dpa
Maurizio Jacobacci, TSV 1860-Trainer.
Maurizio Jacobacci, TSV 1860-Trainer. © Peter Kneffel/dpa

Trainer Maurizio Jacobacci hat zu mehr Bescheidenheit und Ruhe beim TSV 1860 München aufgerufen. Vor dem Drittliga-Spiel bei Viktoria Köln am Sonntag (14.00 Uhr) unterstrich der Coach: "Wir tun gut daran, bodenständig und demütig zu bleiben." Der Schweizer war gefragt worden, ob die Sechziger nach dem jüngsten 2:0 gegen den SC Freiburg II bereit seien, Fußballmannschaften aus der oberen Tabellenregion zu schlagen. "Wir sind noch kein Spitzenteam", stellte Jacobacci klar.

In einem längeren Monolog bat der Coach Fans und Verantwortliche des TSV um mehr Zeit, die Mannschaft weiterzuentwickeln. "Ich weiß, dass hier bei 1860 alles schnell geht, entweder Top oder Flop", sagte er. "Die Erwartungshaltung hier ist enorm groß, nur weil man hofft, 1860 München in der 2. Liga zu sehen. Dafür braucht es aber etwas anderes, es braucht Kontinuität in der täglichen Arbeit und viel mehr Ruhe. Die ist im Moment nicht gegeben." Jacobacci sagte, man könne der Mannschaft helfen, wenn man etwas positiver sei.

Bei den "Löwen" rumort es seit Monaten auf der Führungsebene. Auf die Frage, ob Jacobacci die von ihm geforderte Unterstützung auch von Vereinspräsident Robert Reisinger erhalte, antwortete er in der Pressekonferenz nicht. Er sagte lediglich: "In letzter Zeit hatte ich keine Gespräche mit dem Präsidenten."

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