Die Löwen machen Veh Angst

Der Trainer des großen Zweitligafavoriten fürchtet eine schwierige Saison für die Eintracht.
Frank Hellmann |
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Die Miene verriet höchste Besorgnis. Angespannt, aufgebracht bahnte sich Heribert Bruchhagen den Weg ans Absperrband. Was Eintrachts Vorstandsvorsitzender am Montagabend nach dem ziemlich enttäuschenden 1:1 im vermeintlichen Spitzenspiel der Zweiten Liga gegen Fortuna Düsseldorf sagte, hörte sich nach einem ersten Hilferuf an. Mindestens gleichwertig seien die Gäste gewesen, in Bezug auf Physis und Robustheit sogar eher besser. „Ich bin nicht glücklich darüber“, sagte Bruchhagen.
Ausgerechnet vor dem historischen Stadtderby gegen den FSV Frankfurt am Sonntag greifen bei der Eintracht ganz grundsätzliche Zweifel um sich. Der sportlich und wirtschaftlich zwingend nötige Wiederaufstieg könnte eine heikle Mission werden, der neue Trainer und das neue Team irren noch wie Suchende durch die neue Spielklasse. „Das kann eine mentale Sache sein", rätselte Coach Armin Veh, „ich weiß nicht, warum wir nach einem frühen 1:0 aufhören, Fußball zu spielen."
Keine Sicherheit und keine Souveränität strahlt sein mit erstligaerprobten Akteuren gespicktes Ensemble aus. Der 50-Jährige prophezeit schon jetzt, dass es mit einem Durchmarsch nach Vorbild Hertha BSC nichts werde. „Es wird breit an der Spitze, sechs Teams balgen sich um drei Plätze." Als Mitfavoriten sieht Veh – neben St. Pauli, Fürth, Cottbus, Düsseldorf und Frankfurt – auch die zuletzt furios aufspielenden Löwen. Veh: „Man muss einen langen Atem haben und darf nicht nervös werden."
Dummerweise ist genau das bei der Eintracht schon passiert. Wie angespannt das Nervenkostüm innerhalb des Traditionsklubs ist, wurde an der Reaktion von Sportchef Bruno Hübner deutlich, der den 31 Jahre jungen Schiedsrichter Robert Hartmann anschrie: „Eine Sauerei, was hier gepfiffen wird!"
Selbst Bruchhagen verstieg sich wegen der Gelb-Roten Karte gegen Alexander Meier zu einer Generalanklage („Dann können wir aufhören"). Dabei war es der Referee, der den Düsseldorfern nach der Pause zwei Elfmeter verweigerte. Vielleicht sind Hübner und Bruchhagen, in deren Binnenverhältnis nicht alles reibungslos abläuft, auch deswegen so gereizt, weil beide wissen, dass ein zweites Jahr 2. Liga mit dem derzeitigen Aufwand nicht darstellbar ist.

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