Das sagt Sportchef Eichin über die Allianz Arena
München - "Die Kulisse kann ich noch nicht so einschätzen. Ich hoffe, dass beim nächsten Mal noch ein bisschen mehr Fans kommen", sagte Thomas Eichin nach dem 1:0-Erfolg des TSV 1860 gegen Arminia Bielefeld. Die Löwen hatten mit mindestens 25.000 Zuschauern gerechnet, am Ende waren es - auch wegen des Boykotts der Ultras nach der Auflösung der Cosa Nostra und der Giasinga Buam - nur 24.800. Was der neue Löwen-Sportchef allerdings einschätzen konnte: Welche Wirkung die Arena auf den Gegner hat.
Beim FC Bayern kam es nicht selten vor, dass die Auswärts-Teams mit zuviel Respekt angereist waren. "Ich war ja schon oft hier in der Arena", sagte der frühere Manager von Werder Bremen, "und ich bin immer mit einer knalligen Packung nach Hause gefahren."
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Beim TSV 1860 verhalte es sich umgekehrt: "Du merkst natürlich hier ein ganz andere Atmosphäre. Die Mannschaften, die hier hinkommen, sind hochmotiviert. Es sind alle richig heiß darauf, hart und gallig zu spielen. Das hat man auch bei Bielefeld gemerkt. Die haben uns das Leben sehr, sehr schwer gemacht", so Eichin über die Wirkung jener Spielstätte, in der die Sechzger nur noch Untermieter der Bayern sind - und sich mit Gegnern messen müssen, für die eine Fahrt in die Allianz Arena noch einen Extra-Schub Motivation gibt.
Die Zeiten, in denen die Sechzger ihre Kontrahenten mit einer Klatsche nach Hause schicken, sind indes noch nicht angebrochen. Unter Eichins sportlicher Leitung und mit den Millionen von Investor Hasan Ismaik soll sich das im Laufe der Zeit ändern - dann darf sich Eichin über eine "knallige Packung" vielleicht auch mal freuen.