Daniel Bierofka: Eines war beim TSV 1860 unter Werner Lorant immer legendär
München - TSV 1860 gegen Leeds United, Qualifikation zur Champions League. Im Jahr 2000 war es, da kratzten die Löwen unter Trainer-Legende Werner Lorant an der Tür zur Königsklasse.
Durch das 1:2 und 0:1 in Hin- und Rückspiel gegen den englischen Premier-League-Klub verpassten die Sechzger nach zwei Derbysiegen gegen den FC Bayern und Tabellenrang vier in der Bundesliga allerdings die Krönung der bis heute besten Saison in der jüngeren Vereinshistorie. Damals auch mit dabei und von Lorant als erst 21-Jähriger gefördert: Daniel Bierofka. Lorant wird an diesem Mittwoch 70 - und Bierofka gratuliert freilich.
Bierofka: Lorant war "großer Förderer"
"Ich kam 2000 von der Bayern-Reserve, war für die Amateurmannschaft der Sechzger vorgesehen. Er hat mich gleich gegen Leeds von Beginn an bei den Profis spielen lassen. Werner Lorant war ein großer Förderer von mir, auch wenn es teilweise sehr hart bei ihm war", erklärt der heutige Trainer des TSV 1860 auf der Homepage der Sechzger. (Lesen Sie auch: Lorant rät Bierofka, seine Löwen härter anzupacken)
Der knallharte Coach, so Bierofka weiter, habe diesem das Rüstzeug für den oftmals sehr herausfordernden Trainerjob mit auf den Weg gegeben: "Er war eine der prägendsten Figuren in meinem Fußballerleben."

Einzigartige Fotos von der Wiedergeburt des TSV 1860
Bierofka: Lorant ein Top-Motivator
Eins habe Lorant dabei in besonderem Maße und immer gekonnt. "Er hat das vorgelebt, was er gefordert hat. Seine Mannschaften waren immer sehr aggressiv, hatten einen großen Willen, die Spiele zu gewinnen", erzählt Bierofka.
Legendär seien die Kabinenpredigten vor Löwen-Spielen unter Lorant gewesen, schildert der 39-Jährige: "Als junger Spieler bin ich danach auf den Platz gegangen und habe gedacht: Egal, wer kommt, den mache ich fertig! Du warst total überzeugt von dir selbst und hast nie daran gezweifelt, dass du der bessere Spieler bist."
Lorant ein Vorbild für Bierofka
Damals gegen Leeds mussten sich die Giesinger trotz Lorants Motivationskünsten geschlagen geben. Ein bisschen Lorant-Härte ist aber bis heute geblieben - im Trainings-Stil von Bierofka.
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