Basha, Rejek und die 1860-Bettwäsche

München - Noor Basha hat schon viel erlebt beim TSV 1860. Unter Ex-Geschäftsführer Robert Schäfer gab’s Komplikationen um seine Anstellung bei den Löwen, kurzzeitig bangte er sogar um seine Aufenthaltsgenehmigung. Als Cousin und Vertrauer von Hasan Ismaik, des bei vielen Fans ungeliebten – weil seinen großen Versprechungen nicht folgenden – Investors, hatte auch Basha stets einen schweren Stand.
Das ist seit seiner Ernennung zum Geschäftsführer nicht einfacher worden: Der gelernte Pharmazeut ist als Apotheker ohne Fußballsachverstand verschrien. Einer, der ihn kürzlich näher kennenlernte, bricht nun eine Lanze für Basha: Neu-Präsident Peter Cassalette. „Ich habe mit den Geschäftsführern in der letzten Zeit viele Gespräche geführt. Ich kann nix Negatives sagen. Natürlich hat Noor noch nicht so viel Erfahrung. Er ist auch nicht mit Sechzig-Bettwäsche groß geworden, aber das kann ja auch nicht jeder“, sagt der neue Oberlöwe der AZ.
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Cassalette schließt den zweiten Geschäftsführer in seine Lobeshymne mit ein: „Markus Rejek kommt ja aus Dortmund, hat dort viele Erfahrungen gesammelt und ist ein Vollprofi. Das kann für Sechzig nur von Vorteil sein.“ Aber auch Basha sei, obwohl unerfahren, „ein super Typ und ein intelligenter Bursche, sonst hätte er nicht in drei Jahren so gut Deutsch gelernt. Wenn Du mit ihm redest, dann merkst Du: Er lebt Sechzig.“ Alles weitere könne man schließlich lernen. Ob Basha mittlerweile in Löwen-Bettwäsche schläft?