1860-Kapitän Stefan Lex glaubt an Köllner-Verbleib – Karriereende 2023 geplant

München - Zuletzt wurde viel über die Zukunft von Michael Köllner diskutiert. Nach der 2:3-Niederlage gegen den VfL Osnabrück am vergangenen Wochenende ist der Traum vom Aufstieg im dritten Anlauf endgültig geplatzt, ein klares Bekenntnis zu einem Verbleib hat der Oberpfälzer (Vertrag bis 2023) bislang vermieden.
Sechzig-Kapitän Stefan Lex geht aber davon aus, dass Köllner auch in der kommenden Saison bei den Löwen an der Seitenlinie steht.
Lex über verpassten Aufstieg: "Wir haben in der Hinrunde zu viel verspielt"
"In meinen Augen hat er noch Vertrag und ich gehe davon aus, dass er nächste Saison noch Trainer bei uns ist", sagte der Angreifer nun in der Sendung "Top-Thema" bei "Magenta Sport". Köllner sei ein Trainer, "der gut zu Sechzig passt, der gut zu uns passt. Nicht umsonst haben wir die letzten beiden Jahre relativ gut performt, auch wenn es nicht zum ganz großen Wurf gereicht hat."
Wir haben nicht 20 gewachsene Drittliga-Spieler wie vielleicht der eine oder andere Konkurrent. Und wenn uns dann der eine oder andere hinten wegbricht, dann wird's immer eng.
Für den verpassten Aufstieg sieht Lex unter anderem den wochenlangen Durchhänger in der Hinrunde. Im Herbst vergangenen Jahres durchlebten die Löwen eine Durststrecke von sieben sieglosen Spielen in Folge, aus denen nur sechs Punkte geholt wurden.
Ein Negativlauf, der Sechzig noch immer nachhängt. "Wir haben in der Hinrunde zu viel verspielt. Da hat man nicht zu viele Freischüsse und wir haben uns leider zu viele genommen in den letzten Wochen", meinte der Löwen-Kapitän.
Auch die Ausfälle der Langzeitverletzten Marius Willsch, Daniel Wein und Keanu Staude seien daher schwer ins Gewicht gefallen. "Das hat uns sehr wehgetan. Sie hätten uns in dem einen oder anderen entscheidenden Spiel sicherlich weitergeholfen", sagte Lex.
Die Ausfälle hätten den Kader die Saison über durchaus geschwächt. "Wir haben nicht 20 gewachsene Drittliga-Spieler wie vielleicht der eine oder andere Konkurrent. Und wenn uns dann der eine oder andere wegbricht, dann wird's hinten raus immer eng", erklärte der Routinier.
Nach dem Karriereende: Stefan Lex zieht es ins Sportmanagement
In der kommenden Spielzeit will Vollblut-Löwe Lex mit 1860 einen erneuten Angriff auf den Aufstieg starten. Danach wird er seine Karriere aller Voraussicht nach beenden. "Ich gehe davon aus, dass es – Stand jetzt – nächstes Jahr tatsächlich mein letztes ist. Ich habe immer gesagt, dass ich mit Sechzig aufsteigen will. Von daher starten wir nächstes Jahr einen Angriff, der hoffentlich positiv endet", meint der 32-Jährige.
Gleichbedeutend mit seinem Abschied vom Klub muss das Ende seiner sportlichen Laufbahn aber nicht sein, betont der gebürtige Erdinger. "Ich habe studiert und meinen Bachelor in Sportmanagement gemacht. Ich kann mir vorstellen, da auch tätig zu sein. Vielleicht beim Verein", sagte Lex.
