Silber für Chusovitina, Blech für Hambüchen
Bei ihren fünften Olympischen Spielen hat Oksana Chusovitina den deutschen Turnerinnen die erste Medaille seit 1988 beschert. Fabian Hambüchen hingegen schrammte am Boden denkbar knapp an Edelmetall vorbei.
Oksana Chusovitina hat am Sonntag bei den olympischen Turn-Wettbewerben in Peking die Silbermedaille beim Sprung gewonnen, Fabian Hambüchen ging in seinem ersten von drei Gerätefinals leer aus. Die gebürtige Usbekin Chusovitina musste nur der Nordkoreanerin Hong Un Jong den Vortritt lassen. Bronze ging an die chinesische Favoritin Cheng Fei.
Für die 33 Jahre alte Kölnerin, die bei den Spielen 1992 in Barcelona Olympiasiegerin mit dem GUS-Team wurde, war es bei der fünften Olympia-Teilnahme die erste Einzelmedaille. Zugleich holte sie die erste Medaille für eine deutsche Turnerin seit 1988.
Hambüchen hat noch zwei Medaillenchancen
Nach Platz sieben im Mehrkampf und Rang vier mit der Mannschaft wurde Hambüchen auch in der Entscheidung am Boden Vierter. Dem Wetzlarer fehlten am Ende 0,075 Punkte zur Bronzemedaille, die der Russe Anton Golozuzkow gewann. «Natürlich denkt man kurz an Bronze, aber man wünscht auch keinem Konkurrenten etwas Schlechtes», sagte der deutsche Vorzeige-Turner, der am Dienstag in den Entscheidungen am Barren und Reck nach einer Medaille greifen will. Gold holte sich überlegen der Chinese Zou Kai vor Gervasio Deferr aus Spanien.
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