Michael Schumacher Lungenentzündung? Laut Sprecherin Spekulation

Die vermeintlich nächste Hiobsbotschaft hat Michael Schumachers Sprecherin Sabine Kehm als reine Spekulation bezeichnet: Schumi, der derzeit aus dem künstlichen Koma geholt wird, soll an einer Lungenentzündung erkrankt sein.
von  dpa

Die vermeintlich nächste Hiobsbotschaft hat Michael Schumachers Sprecherin Sabine Kehm als reine Spekulation bezeichnet: Laut Medienberichten soll Schumi, der derzeit aus dem künstlichen Koma geholt wird, an einer Lungenentzündung erkrankt sein.

Grenoble – Das Management von Michael Schumacher hat einen Bericht der „Bild“-Zeitung über eine angebliche Lungenentzündung des verunglückten Formel-1-Rekordweltmeisters als Spekulation bezeichnet. „Wie immer in solchen Fällen lautet meine Antwort, dass Meldungen zu Michaels Gesundheitszustand, die nicht von den behandelnden Ärzten oder seinem Management stammen, als Spekulation angesehen werden müssen“, sagte Managerin Sabine Kehm der Nachrichtenagentur dpa am Mittwoch. „Und dass ich Spekulationen nicht kommentiere“, ergänzte sie.

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Michael Schumacher soll in der Aufwachphase aus dem künstlichen Koma laut einem Bericht der „Bild“-Zeitung auch noch an einer Lungenentzündung erkrankt sein. Die Ärzte im Universitätskrankenhaus von Grenoble hätten dies in der vergangenen Woche festgestellt. Wie gefährlich eine sogenannte Pneumonie für Schumacher in seiner aktuellen Lage wäre, blieb zunächst unklar. Vor rund zwei Wochen wurden seine Narkosemittel reduziert. Managerin Sabine Kehm wollte wie oben beschrieben den Bericht weder bestätigen noch dementieren.

 

 

Vor zwei Wochen (30. Januar) hatte Kehm in der bislang letzten offiziellen Mitteilung zum Zustand des Formel-1-Rekordweltmeisters bestätigt, dass die Narkosemittel reduziert würden und die Aufwachphase eingeleitet wurde. Sollte diese weiterhin nicht abgeschlossen sein, würde das bedeuten, dass Schumacher seit über 45 Tagen im künstlichen Koma gehalten wird.

Er war am 29. Dezember beim Skifahren oberhalb von Méribel in Frankreich verunglückt. Als er die markierte Piste nur wenige Meter verlassen hatte, war Schumacher mit dem Kopf auf einen Felsen geprallt. Der zweifache Familienvater erlitt dabei ein schweres Schädel-Hirntrauma. Knapp zwei Stunden nach der Einlieferung ins Krankenhaus von Grenoble war er notoperiert worden. Am darauffolgenden Abend nahmen die Mediziner einen zweiten Eingriff am Kopf des mittlerweile 45-Jährigen vor. Über weitere Operationen wurde nichts mehr offiziell bekannt.

Seit dem Unfall leiden und fühlen Fans und ehemalige Wegbegleiter weltweit mit dem erfolgreichsten Piloten der Formel-1-Geschichte, der während seiner Karriere bei seinem schlimmsten Unfall 1999 mit einem Schien- und Wadenbeinbruch vergleichsweise glimpflich davon gekommen war. „Ich bete jeden Tag für ihn, seit der Unfall passiert ist. Ich hoffe, er ist stark, kann aufwachen und so leben wie früher“, sagte Schumachers ehemaliger Ferrari-Teamkollege Felipe Massa am Dienstag vor Journalisten in São Paulo. Der Brasilianer, der Schumacher immer seinen Professor nannte, hat den gebürtigen Kerpener auch im Krankenhaus besucht.

Er habe das an einem Tag getan, als niemand von der Presse vor Ort gewesen sei, berichtete Massa. Der Rennstall Ferrari hat seit Wochen schon auf seiner Homepage eine eigene Rubrik unter dem Titel „ForzaMichael“ eingerichtet und schickt insgesamt 72 Gruß- und Genesungswünsche an den ehemaligen Star-Angestellten: So viele Grand Prix gewann Schumacher im Ferrari. Auch Lukas Podolski sendet via Twitter oder Facebook immer wieder Botschaften an seinen rheinländischen Kumpel. Für das Fußball-Prestigeduell des FC Arsenal am Mittwoch gegen Manchester United ließ sich der Nationalspieler sogar auf seine blauen Schuhe eine Widmung schreiben: „kämpfe michael #getwellsoon“ (werde schnell wieder gesund).

 

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