Garmischer Zickenzoff: Curlerin entschuldigt sich
Nach Affront im TV: Curlerin Andrea Schöpp entschuldigt sich bei Olympiasiegerin Riesch.
VANCOUVER Die Statistikerin Andrea Schöpp hat über „Alternative Parametrisierungen bei korrelierten bivariaten binären Responsevariablen“ promoviert. „Es geht um Zusammenhänge zwischen zwei Dingen, die miteinander in Verbindung stehen“, erklärt die 44-Jährige von der Uni München. Außerdem ist Schöpp Weltmeisterin (1988) und siebenmalige Europameisterin im Curling, wohnt wie Maria Riesch in Garmisch-Partenkirchen und ist aus diesen korrelierenden Zusammenhängen heraus als „Olympia-Zicke“ („Bild“) in die Geschichte dieser Spiele eingegangen.
Bei einer TV-Übertragung, bei der Schöpp verkabelt war, hatte sie eine Mitspielerin nach dem Resultat der Super-Kombination gefragt. Als sie von Rieschs Gold-Triumph hörte, sagte sie: „Ach, Scheiße!“ Später ruderte sie zurück. Die Statistikerin erklärte ihre seltsame Wortwahl wie folgt: „Immer wenn die gut fährt, verlieren wir.“ Zuvor jedoch hatte sie bereits gemotzt: „Wenn die mich nicht ordentlich grüßt, gönne ich ihr keine Medaille.“
Schöpp wurde danach zu Bernhard Schwank, dem deutschen Chef de Mission, zitiert. Im Internet bei Facebook entschuldigte sich Schöpp bei Riesch: „Ich wünsche Dir ehrlich noch die ausstehenden Medaillen und werde Dir auch in Garmisch beim Weltcup-Finale mal ,live’ die Daumen drücken können. Hier geht das dank unserer Spielzeiten leider nicht. Viel Erfolg und Grüße nach Whistler!“tbc
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