Garmisch: Abfahrer Reichelt im Training top
Skirennfahrer Hannes Reichelt hat nur fünf Tage nach seinem schweren Sturz bei der Abfahrt in Kitzbühel die Trainingsbestzeit in Garmisch-Partenkirchen hingelegt.
Garmisch-Partenkirchen - Skirennfahrer Hannes Reichelt hat sich von seinem Sturz bei der Abfahrt in Kitzbühel nicht aus dem Konzept bringen lassen. Der Österreicher war am Donnerstag auf der Kandahar - wenngleich mit einem Torfehler - 0,60 Sekunden schneller als der Norweger Kjetil Jansrud. Mit Rang sechs und 1,10 Sekunden Rückstand auf Reichelt machte Andreas Sander Hoffnung auf ein gutes deutsches Ergebnis. "Meine Form ist aktuell gut und nach den Ergebnissen der letzten Wochen habe ich auch das notwendige Selbstvertrauen, um diese schwere Abfahrt bestmöglich zu bewältigen", sagte der Sportler von der SG Ennepetal.
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Im Fokus aber stand Reichelt, der sich nach dem ersten Schneetraining am Mittwoch entschieden hatte, in Garmisch-Partenkirchen anzutreten. "Es ist wichtig, dass ich gefahren bin, für das Aufarbeiten eines Sturzes ist es besser, wenn das früh passiert. Die Bestzeit dazu ist der Hammer", sagte der 36-Jährige. "Ich bin im Traum auf der Streif gestürzt und oft aufgewacht, es war nicht ganz leicht."
Reichelt war am Samstag bei der traditionellen Abfahrt auf der Streif gestürzt und vom Rettungshubschrauber abtransportiert worden. Bei seinem Unfall zog er sich eine Knochenprellung zu. Schwerer verletzten sich bei dem Rennen Aksel Lund Svindal aus Norwegen und Reichelts Landsmann Georg Streitberger, die jeweils Kreuzbandrisse erlitten.
In Garmisch-Partenkirchen findet am Samstag eine Abfahrt statt, für Sonntag ist ein Riesenslalom angesetzt. Dort gehen dann Felix Neureuther & Co. an den Start.
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