Neuer kritisiert DFB-Abwehrverhalten

Torwart Manuel Neuer ist die zu offensive Ausrichtung der Nationalmannschaft leid - und fordert in einem Interview, sich mehr auf die Defensive zu konzentrieren.
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Manuel Neuer ist in der Nationalmannschaft und beim FC Bayern die Nummer eins.
dpa Manuel Neuer ist in der Nationalmannschaft und beim FC Bayern die Nummer eins.

München - Bayern-Keeper Manuel Neuer hat als Konsequenz aus dem 4:4 der Nationalmannschaft gegen Schweden im deutlichen Kontrast zu Bundestrainer Joachim Löw mehr Defensivarbeit eingefordert.

"Wir müssen lernen, die Prioritäten anders zu setzen. Schauen, dass hinten erst einmal die Null steht, wir müssen alle defensiver denken", sagte der Torwart des FC Bayern dem "Kicker".

Löw hatte dagegen am Samstag ausdrücklich betont, dass es auch nach dem verspielten Vier-Tore-Vorsprung in dem WM-Qualifikationsspiel zur "Angriffsphilosophie" seines Teams "keine Alternative" gebe.

Neuer zieht aus den Erfahrungen der vergangenen Monate andere Schlüsse: "Wir wollen alle guten Fußball spielen, aber wir dürfen die elementaren Dinge des Fußballs dabei nicht vergessen."

Seiner Meinung nach sollte einfach mal im Vordergrund stehen: "Wir spielen heute zu null, das hat Priorität." Als Torwart würde er sich diese Zielsetzung als "Hauptvorgabe" für ein Länderspiel wünschen.

Neuer beklagt die fehlende Stabilität schon seit längerer Zeit. Er nannte etwa den 4:2-Sieg im EM-Viertelfinale gegen Griechenland oder den jüngsten 2:1-Erfolg in Österreich. "Das waren solche unnötigen Gegentore, wie es schlimmer nicht mehr geht", sagte Neuer.

Gegen Schweden sei es beim verspielten Vier-Tore-Vorsprung das "Problem" gewesen, "dass wir nichts geändert haben". Bundestrainer Löw hat inzwischen eigene Coaching-Fehler bei der Partie eingeräumt.

Neuer nahm aber auch die Teamkollegen in die Pflicht: "Vielleicht hätte einfach ein Signal durch ein Foul oder Ähnliches kommen müssen, um der Mannschaft auf dem Platz zu zeigen, hey, so geht es jetzt nicht weiter."

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