Kiyotake-Wechsel von Nürnberg nach Hannover perfekt
Hannover – Der Wechsel von Hiroshi Kiyotake vom Zweitligisten 1. FC Nürnberg zum Fußball-Bundesligisten Hannover 96 ist perfekt. Der Japaner erhält bei den Niedersachsen einen Vierjahresvertrag bis 2018. Das teilten beide Vereine am Freitag mit. Laut Medienberichten soll der 24 Jahre alte offensive Mittelfeldspieler rund 4,3 Millionen Euro Ablöse gekostet haben. Kiyotake, der in Japans WM-Kader stand, hat bei den Franken einen großen Teil der Vorbereitung verpasst. Nach seiner Ankunft in Nürnberg hatte es ein Gespräch mit Trainer Valérien Ismaël und Sportvorstand Martin Bader gegeben. Nun wurde der Vereinswechsel vollzogen.
"Wir hätten uns gut vorstellen können, eine erfolgreiche Zweitligasaison mit dem Ziel Bundesliga gemeinsam mit ihm anzugehen, weil wir von seinen Qualitäten überzeugt sind", sagte Bader. "Wir haben zwei interessante Jahre mit Kiyo erleben dürfen und wir hätten uns vorstellen können, sehr lange mit ihm zusammenzuarbeiten. Kiyo wollte nach dem Abstieg weiter erstklassig spielen." Bereits am Freitag nahm der Japaner seine Arbeit bei den Niedersachsen auf.
Kiyotake trug seit der Saison 2012/2013 das "Club"-Trikot und bestritt insgesamt 64 Bundesliga-Partien. Dabei erzielte er sieben Treffer und bereitete 18 Tore vor. Der 24-Jährige nahm für Japan an den Olympischen Spielen in London 2012 sowie zuletzt an der Weltmeisterschaft in Brasilien teil. Dort wurde er im Vorrundenspiel gegen Kolumbien (1:4) beim Stand von 1:3 in der Schlussphase eingewechselt.
Nach WM-Teilnehmer Hiroki Sakai, der im Sommer 2012 nach Hannover wechselte, ist Kiyotake der zweite japanische Nationalspieler in der Bundesliga-Mannschaft von 96. "Wir sind froh und glücklich, dass sich Hiroshi Kiyotake trotz mehrerer anderer Angebote für Hannover 96 entschieden hat", sagte 96-Sportdirektor Dirk Dufner. "Kiyotake ist gerade 24 Jahre alt, seine Entwicklung ist also noch nicht abgeschlossen. Trotzdem hat er in seinen ersten zwei Bundesligajahren und in der japanischen Nationalmannschaft nachhaltig auf sich aufmerksam gemacht."
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