David Beckham? Jimmy Bullard!
England tritt mit jungen Neulingen an. Sie könnten irgendwann Englands Zukunft sein. Und Trainer Fabio Capello warnt schon mal seine fehlenden Stars.
BERLIN Sogar der „Telegraph“ wirkte ratlos. „Wer ist Michael Mancienne?“, fragte die Londoner Tageszeitung gestern, um gleich darauf die Antwort zu geben. Ein 20-jähriger Verteidiger, der bisher noch kein einziges Spiel in der Premier League bestritten hat, aber jetzt trotzdem schon in Englands Kader steht. Wie viele andere unbekannte Neulinge.
Die Fans hatten für das Spiel gehofft, David Beckham zu sehen und Steven Gerrard, Frank Lampard und Wayne Rooney. Doch die fehlen alle. Stattdessen kommen die Engländer mit Spielern, die Joleon Lescott heißen und Matthew Upson, Jimmy Bullard und Gabriel Agbonlahor. Oder Michael Mancienne. Sieht aus wie eine Notmannschaft. Ist aber vielleicht Englands Zukunft.
Denn nicht nur Joachim Löw hatte zuletzt mit altgedienten Stars, wie Michael Ballack oder Torsten Frings. Auch Fabio Capello plagt sich mit seinen Stammspielern herum. Vor allem mit Gerrard und Lampard, die von ihren Vereinen als verletzt gemeldet wurden, was Englands italienischer Nationaltrainer stark bezweifelt. So sandte er eine klare Warnung an die Spieler aus, was die Nominierung für die WM 2010 angeht. „Wenn ein Spieler nicht für England spielen mag, dann sollte er besser daheim bleiben.“ .
So ist nun Mancienne dabei, der für die zweitklassigen Wolverhampton Wanderers kickt, auch Gabriel Agbonlahorn (22), der Sohn eines Nigerianers und einer Schottin steht vor einem Debüt, genau wie sein Vereinskollege von Aston Villa, Curtis Davies (23). Im Sturm darf Darren Bent (24) auf einen Platz in der Startelf hoffen. Er hat schon drei Länderspiele absolviert. Vergleichsweise ein Routinier. fk