Bayerns Basketballer wollen den nächsten Schritt Richtung Playoffs machen
München - Wenn Andrea Trinchieri die Stärken des spanischen Euroleague-Vertreters Baskonia Vítoria-Gasteiz beschreibt, geht es ihm vor allem um die ersten sieben Sekunden. Die Geschwindigkeit, mit der die Basken daheim zu Werke gehen, erwecke den Eindruck, als würden sie "bergab spielen", so der Bayern-Coach, "alle großen Teams haben dort verloren." Deshalb gelte: "Keine Turnovers!" Und: "Defensive beginnt in der Offensive!"
Noch sechs Spiele bis zu den Playoffs
Wenn sich die Bayern-Basketballer am Freitag ab 19 Uhr den flinken Basken stellen, werden sie nichts anderes als den 19. Sieg im 29. Euroleague-Spiel anpeilen. Sechs Spiele sind es noch bis zu den Playoffs, aber so weit denkt Trinchieri angeblich nicht: "Wir sind noch lange nicht drin! Es ist gefährlich, zu sehr nach vorne zu schauen." Stimmt natürlich, schließlich hat man angesichts von drei Spielen pro Woche auch genug damit zu tun, Körper und Geist irgendwie frisch zu halten.
Die Zickzack-Karriere von Reynolds
Top-Spieler Jalen Reynolds gönnt sich zum Beispiel während der Busfahrt durch Spanien die fünfte Staffel der Netflix-Serie "Last Chance U", eine Doku über College-Sportler, deren Leben alles andere als kerzengerade verläuft. Auch Reynolds, dessen Energie sein Coach in höchsten Tönen lobt ("Er gibt dir alles! Jeder liebt ihn!"), hat bislang eine Zickzack-Karriere: Bayern ist schon sein achter Klub in den vergangenen fünf Jahren.
Können die Bayern den Center halten?
Und wenn es nach Real Madrid geht, könnte bald wieder ein Umzug anstehen. Die Euroleague-Leistungen (im Schnitt 14 Punkte und 6 Rebounds) des 28-Jährigen kommen den Bayern zwar unmittelbar zu Gute, auf Sicht könnte es aber schwer werden, den Center zu halten. Sein Vertrag in München enthält jedenfalls die Option für ein weiteres Jahr. Coach Trinchieris Präferenz ist klar: "Wir sind sehr happy mit ihm."