Warum die EM-Chancen von Bayerns Thomas Müller steigen

Bundestrainer Joachim Löw muss auf die Stars von Chelsea und Citys Ilkay Gündogan in der EM-Vorbereitung verzichten. Die Chancen von Thomas Müller steigen.
von  Maximilian Koch
Comeback bei der EM? Müller mit Bundestrainer Löw.
Comeback bei der EM? Müller mit Bundestrainer Löw. © Ina Fassbender/dpa

München – Da ist högschde Flexibilität gefragt bei Bundestrainer Joachim Löw: Das Champions-League-Finale zwischen dem FC Chelsea und Manchester City  hat auch Einfluss auf die EM-Vorbereitung der  deutschen Nationalmannschaft.

Löw muss in der ersten Phase des Trainingslagers vor der Europameisterschaft auf die drei Chelsea-Profis Timo Werner, Kai Havertz und Antonio Rüdiger sowie ManCity-Akteur Ilkay Gündogan verzichten. Das Quartett ist gesetzt für den bis zu 26 Spieler umfassenden deutschen EM-Kader.

Löw will Aufgebot am 19. Mai bekanntgeben

Löw will am 19. Mai das Aufgebot für sein letztes Turnier als verantwortlicher DFB-Chefcoach benennen. Vom 25. Mai bis 6. Juni geht’s ins Trainingscamp im österreichischen Seefeld. Das Champions-League-Finale wird am 29. Mai in Istanbul ausgetragen.

Werner, Havertz, Rüdiger und Gündogan dürften danach mindestens zwei freie Tage erhalten, ehe sie vermutlich am 1. Juni nach Tirol zum Nationalteam stoßen. Am 2. Juni findet in Innsbruck gegen Dänemark das erste von zwei DFB-Testspielen vor dem Turnierstart statt. Die EM-Generalprobe steigt am 7. Juni in Düsseldorf gegen Lettland.

Trainingslager ein zentraler Baustein für eine erfolgreiche EM

Für Löw ist das Trainingslager ein zentraler Baustein für eine erfolgreiche EM. "Es ist wichtig, dass wir dann mal 14 Tage am Stück zusammen sind. Das wird uns helfen“, sagte er zuletzt.
Bei der Vorbereitung auf die verkorkste Weltmeisterschaft 2018 in Russland hatte Toni Kroos als Champions-League-Sieger mit Real Madrid einen Großteil der Vorbereitung verpasst. Nach dem Halbfinal-Aus gegen Chelsea am Mittwochabend kann der erfahrene Stammspieler Kroos diesmal von Anfang an in der Vorbereitung dabei sein. Immerhin.

Die deutsche Mannschaft startet am 15. Juni gegen Weltmeister Frankreich in die EM. Weitere Gruppengegner – alle in München – sind Titelverteidiger Portugal (19. Juni) und Ungarn (23. Juni).

Müller wäre schon im Trainingslager verfügbar

Ob dann auch Bayern-Star Thomas Müller dabei ist? Der Weltmeister von 2014 hofft ebenso wie Klubkollege Jérôme Boateng und Kumpel Mats Hummels von Borussia Dortmund noch auf ein Comeback im DFB-Team. 2019 war das Trio aussortiert worden.

Und die Chancen sind zuletzt sicher nicht geringer geworden. Löw darf nun 26 statt 23 Spieler für die EM melden – und im Gegensatz zu den Chelsea-Profis und Gündogan wären Müller, Boateng und Hummels schon im Trainingslager verfügbar.
"Wenn man solche Spieler zurückholt, muss man ihnen eine klare Verantwortung geben und sie in die Verantwortung nehmen. Dann sind sie natürlich gesetzt", sagte Löw zuletzt.
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