"Phantom-Diskussion": Auch Rummenigge bremst Sammer ein
München - Mit Unverständnis hat Bayerns Vorstandsvorsitzender Karl-Heinz Rummenigge auf die von Matthias Sammer geäußerte General-Kritik an Bayern nach dem 2:0 gegen Hannover ("Alibi-Käse", "die Spieler verstecken sich hinter Guardiola", "Dienst nach Vorschrift") reagiert. „Ich bewerte die Kritik als Phantom-Diskussion. Wir haben das Jahr 2013, darum waren noch nie so erfolgreich wie in diesem Jahr. Ich verstehe die Diskussion nicht so ganz. Wir haben nicht so gut gespielt gegen Hannover, aber das hat Gründe, wir hatten Länderspiele davor, fast die ganze Mannschaft war unterwegs. In der 2. Halbzeit wurde es ja auch besser", sagte Rummenigge vor dem Spiel gegen ZSKA Moskau bei Sky: "Es gibt zwar den berühmten Satz ’Wehret den Anfängen, aber man kann auch damit Dinge anstoßen, die dann medial ausgeschlachtet werden. Das ist ein gefundenes Fressen für die Medien“, sagte er.
Und weiter: „Wir verlangen von den Spielern, dass sie sich in der Öffentlichkeit mit Kritik zurückhalten., Wir werden mit Matthias reden. Ich bin kein Freund von öffentlicher Kritik. Ich kann mir nicht vorstellen, dass das dem Trainer gefallen hat, der Mannschaft hat das nicht gefallen, uns auch nicht. Plötzlich heißt es ’Was ist los bei Bayern?’ Das können wir nicht gebrauchen.“
Nach Präsident Uli Hoeneß hat sich nun also auch Rummenigge gegen Sammer positioniert. Ehrenpräsident Franz Beckenbauer, der Sammers Vorstoß bereits am Sonntag gelobt hatte, legte dagegen nach - und gab Sammer wieder recht. „Alle haben Recht. Sammer ist am nächsten bei der Mannschaft, er hat das Recht, was zu sagen. Kalle hat aber auch recht." Grundsätzlich gelte: „Wenn alles harmonisch ist, dann schläfst du ein“