Pep, der Eroberer

Der AZ-Sportchef Gunnar Jans über den ersten Auftritt von Bayern-Trainer.
Gunnar Jans |
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Pep Guardiola, der neue Startrainer des FC Bayern.
dpa Pep Guardiola, der neue Startrainer des FC Bayern.

„Gutten Tack, Grüß Gott! Verzeihen Sie mir mein Deutsch.“ Es waren die ersten vier Worte des neuen Heilsbringers und der Nachsatz, mit denen Pep Guardiola bei seiner ersten Pressekonferenz eindrucksvoll zeigte, wie er tickt: Der Spanier, der nach einem halben Jahr Unterricht in New York grammatikalisch fehlerfreier formuliert als mancher Fußball-Reporter und flüssiger spricht als mancher Ex-Ministerpräsident, ist bestens vorbereitet auf seinen neuen Job, zudem trotz aller Messias-Beschwörungen bescheiden, beinahe devot, was den FC Bayern angeht – doch couragiert und selbstbewusst, was ihn selbst betrifft.

Der Fußball gehöre den Spielern, nicht dem Trainer, das Besondere am FC Bayern sei „seine Geschichte“, hier sein zu dürfen „ein Geschenk, ein Glück“; er liebe den Angriff, den Druck, die Herausforderung. Und dann ging er kicken mit Berni, dem Bären, nebst ein paar Kids, und seine Familie machte Fotos.

Josep Guardiola erobert sie alle: die Herzen der Fußball-Liebhaber, der Fans und Fachleute, aber auch die der Frauen und Kinder (und der Bayern-Familie sowieso: Uli Hoeneß strahlte befreit, als habe der Freistaat sich soeben aller Steuerfahnder und Staatsanwälte entledigt). Pep ist charmant und eloquent, doch kein Dampfplauderer, visionär, doch seriös, er versprüht Zauber und ist doch Purist. Die Schwärmer lässt er glatt vergessen: Am Ende geht’s um Erfolge, auch das weiß niemand besser als Guardiola, der schon alles gewonnen hat. Ein Siegertyp.

 

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