Mit 101 km/h voller Wut

Bastian Schweinsteiger, zuletzt von Toni Kroos in Bedrängnis gebracht, gibt mit seinem Tor gegen den Hamburger SV die richtige Antwort.
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Eine Führungsrolle – auch beim FC Bayern – wäre Bastian Schweinsteiger durchaus angenehm.
MIS Eine Führungsrolle – auch beim FC Bayern – wäre Bastian Schweinsteiger durchaus angenehm.

Bastian Schweinsteiger, zuletzt von Toni Kroos in Bedrängnis gebracht, gibt mit seinem Tor gegen den Hamburger SV die richtige Antwort.

Keiner hat es gerne, wenn an seinem Arbeitsplatz plötzlich ein jüngerer Kerl, hier: ein 18-Jähriger, daherkommt und die Älteren rotzfrech aufmischt. Und wenn dann noch der Chef dem Emporkömmling mehr und mehr zutraut, darf man schon mal sauer werden. So geschehen im Falle Bastian Schweinsteiger (24) und Toni Kroos, dem 18-Jährigen. Jürgen Klinsmann machte den Teenie zum Spielmacher und Schweinsteiger zum Bankdrücker. Siehe Erfurt, das 4:3 im Pokal. Und Kroos gewann das Spiel.

Schweinsteiger war bedient. Und wütend. Was nicht das Schlechteste ist. Insbesondere, weil er gegen den HSV seine Chance bekam, Altintop fehlte ja. Schweini brannte. In der 12. Minute zeigte er es allen. Klinsmann, Kroos, einfach allen. Schweinsteiger nahm den Ball direkt - 1:0, erzielt mit 101 km/h. One-touch-Schweini schrie auf, ballte die Fäuste und malte zwei Herzen mit den Händen in die Luft. Das galt Sarah, der Freundin.

Viele Ballkontakte, Doppelpässe – Schweinsteiger war einer der Aktivsten. Er ist ja ein Stimmungsspieler. Läuft es, läuft es richtig. Den Elfmeter zum 2:0 hat er auch rausgeholt. „Bastian hat zwei Super-Spiele bei der EM gemacht. Aber er ist nun aufgerufen, diese Form auch bei Bayern zu zeigen. Und nicht zu sehr zu schwanken zwischen guten und schlechten Spielen", hatte Manager Uli Hoeneß ihn angestachelt. Schweini zeigte eine Reaktion – und was er kann.

Gereicht hat ihm das nicht. Als Schweinsteiger in der 65. Minute für Borowski rausging, blieb Kroos im Spiel. Grund zum Jubeln sah Schweini nicht. „Wir können uns noch verbessern, das werden wir auch“, sagt er. „Wir haben hier eine Chance vergeben.“ Für ihn gilt das nicht.

Patrick Strasser

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